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 Bonsai-Info-Archiv
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Hallöchen miteinander!

Ich bin blutiger Anfänger und möchte mich an der Bonsaikunst üben.
Da ich es am Spannendsten finde, den Bonsai selbst großzuziehen, habe ich mir zunächst Samen des roten Fächerahorns und des Spitzahorns gekauft. Mir ist durchaus bewusst, dass diese Methode wohl am Anspruchsvollsten und nur mit viel Geduld auszuführen ist.
Ich habe mich im Internet auf einigen Seiten umgeguckt; die Infos sind jedoch oft nicht präzise genug.
Hierbei geht es dann ja wohl auch um die Art des Baumes.
Ist es richtig, dass ich die Samen zunächst 24 Std. im Wasser einlegen soll?
Später kann ich die Samen dann leicht mit Erde abdecken und eine Folie darüberspannen. Wird auch unter die Samen leicht Erde gestreut?
Dann weiß ich nicht, wie der weitere Verlauf aussehen soll: wann soll ich die Keimlinge umtopfen, wieviel Wasser benötigen sie, werden sie gedüngt? (glaube mal nicht)usw. Was gibt es bei den einzelnen Arten zu beachten?

So..der nächste Punkt wäre nun die Serissa!
Vor einigen Tagen habe ich sie mir gekauft, da ich sie sehr ansprechend fand.
Ich habe auch die Verkäuferin gefragt, ob sie denn für Anfänger überhaupt geeignet wäre. Anscheinend hatte die Dame keine Ahnung, oder aber sie wollte das *Zeug* einfach loswerden.
Super..jetzt lese ich im Internet, dass sie eine der kompliziertesten Pflanzen schlechthin ist.
Und als ob dies nicht genug wäre, entdecke ich am 2. Tag direkt kleine schwarze Würmer! einen weißen Käfer habe ich auch gesichtet.
Schön..also hat man mir eine befallene Pflanze angedreht. Dabei habe ich noch extra genau geguckt, ob die Pflanze in Ordnung war. Die Würmer waren allerdings so klein und sind erst nach meinem ersten Gießen sichtbar geworden. Sehr ärgerlich.
Trotzdem bin ich entschlossen, das Pflänzchen am Leben zu erhalten. Ich habe sie an ein Westfenster gestellt, damit sie die Abendsonne nicht verbrennt.
Gegen die Würmer habe ich direkt etwas unternommen, da sie anscheinend an die Wurzeln gehen.
Dazu habe ich die Serissa aus ihrer Schale genommen und die Erde mit Wasser abgespült; anschließend in neue Bonsaierde gepflanzt. Mal sehen, ob sie deswegen anfängt zu zicken :/
Da ich nicht direkt mit der Chemiekeule ankommen möchte ist ja nicht nur für die Pflanze schädlich), wäre ich froh darüber, wenn ihr mir Tipps geben könntet, wie ich die Tiere (nicht viele, aber dennoch vorhanden) loswerden kann.
Wenn es tatsächlich nur mit der Chemiekeule geht; welches Mittel ist dafür geeignet?
Zur Pflege der Serissa habe ich auch noch Fragen:
Welches Düngemittel muss ich für sie nehmen? muss es unbedingt organischer Bonsaidünger sein; oder reicht auch organischer Blumendünger? Wie oft soll ich sie dann düngen? Ich habe gelesen, dass sie während der Blütezeit nicht gedüngt werden sollte? Ansonsten in der Zeit von März bis oktober alle zwei Wochen.
das Gießen: sie braucht wohl genügend Wasser. Wie trockend arf sie werden? Ich habe dabei Angst, dass sie dann Wurzelfäule bekommt, wenn ich sie ständig feucht halte (gießen alle zwei Tage), andererseits darf sie nicht zu trocken werden.
DAs Maß ist mir noch nicht ganz geläufig.

Soo..viele Fragen... Ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt.

Viele Grüße, Michelle
hallo Michelle

Zur Serissa... Eigentlich ist die nicht schwerer oder einfacher als andere Bäumchen... mit dieser Meinung stehe aber ich oft alleine da :-), aber ist sicher nicht der einfachste..  da sie wegen jedem schei... gelbe Blätter bekommt...aber man sollte nicht gleich Panik haben... deine wird sicher auch ein paar bekommen. Ich sehe es etwas positiver.. der Baum sagt mir wenn etwas nicht ganz gut ist.

Also... zum giessen.. wie immer, Erde etwas antrocknen lassen ( ob es nun 1 oder 3 Tage dauert kommt halt drauf an wie das Klima ist oder was für Substrat usw.) .. manche warten sogar bis die blätter eher etwas schlapp wirken, ich nicht, danach kräftig wässern, bis es richtig aus den löchern tropft

zum Düngen... im Prinzip kannst du jeden dünger nehmen ( vielleicht nicht grad Blumendünger).. organische Düngerkugeln ( Biogold z.b) haben den vorteil, dass sie über längere Zeit düngen.. man muss nur giessen und die Gefahr der "überdüngens" besteht kaum. Zu den " Bonsai" Düngern... ich finde mittlerweile, auch durch was ich alles gehört habe... brauchts nicht, kostet nur mehr weils " Bonsai" ist... ich habe unteranderem auche einen "Bonsaidünger" ( angeschrieben mit " nicht treibend", der daher relativ wenig Stickstoff hat ( NPK 2-6-5).. dadurch wächst der Baum auch nicht so stark und das wäre bei jungen oder noch aufzubauenden Bäumchen nicht so optimal( ist wohl nicht schlecht wenn er im Herbst bei den "outdoors" angewendet wird um die Verholzung der Triebe zu unterstützen.

... ich probiere jetzt neben Biogold auch einen normalen Balkonpflanzendünger (NPK 10-x-x)und das für alle bäumchen..
generell würde ich sagen.. wenn man abwechselnd mit verschiedenen Düngern arbeitet kommts gut.

Zur Blüte bei der serissa... die sehen schön aus, aber da sie nur endständig wachsen muss man die Triebe wachsen lassen.. dadurch aber geht die Kronenform schon eher kaputt.. ich dünge auch bei blüte.. die kosten nämlich dem Baum auch energie. wenn du eine feiner verzweigung anstrebst, musst du wohl auf die Blüten ( zumindest im Juni) verzichten

so zum "wie oft düngen"... bei guten leicht durchlässigem Substrat und gut wachsenden Pflanzen kann man schon wöchentlich... bei Bäumen die in reinem Akadama stehen, sollte man wohl andauernd mit geringerer Dosis düngen... bei sher humus reichem Substrat (das hält die Nährstoffe besser) ist wahrscheinlich alle 2 wochen auch genügend..

das überdüngen mit flüssigdünger, kommt eher dann vor , wenn im Topf zuviel Erde " unbenutzt" ist, die salze werden dort nicht aufgenommen und reichern sich dann an.. oder wenn man nicht oft wässern muss.. deshalb sollte man auch nicht eine zugrosse schale nehmen.. gleiches gilt übrigens bzgl. der wurzelfäule... wenn ein substrat gut durchwuzelt ist wird  das Risiko einiges kleiner.

Ach ja... die Serissa ( eigntlich fast alle Bäumchen !) liebt sonne und frische Luft.. wenn du kannst stell sie nach draussen ( jetzt dann wenn die Temperaturen nicht mehr unter 12° gehen, achtung vor Frost!!!) .. du kannst sie halbschattig angewöhnen.. aber danach habe ich gute Erfahrungen mit voller Sonne gemacht (bei mir normalerweise ab ca 1400)

so das wars vorerst mal :-)

viel Spass

christoph
Danke für die guten Tipps!

Ein paar Kleinigkeiten hätte ich dennoch:
wie soll ich mit den Schädlingen umgehen? Heute habe ich z.B. keine Krabbeltierchen entdeckt. Bringt es etwas, wenn man *vorbeugt* ?
Und wie meinst du das mit voller Sonne?
Gibt es da keine Verbrennungsgefahren? Dann würde ich sie nämlich direkt in die Sonne stellen.

Und: wenn ich also normalen pflanzendünger (muss er organische Elemente haben?) benutze, dann kann ich nichts falsch machen? Denn mit verschiedenen Düngemittel traue ich mir das noch nicht zu. Ich möchte erst einmal herausfinden, wie die Serissa auf meine Pflege*gewohnheiten* reagiert :)
Die Verästelung meines Bonsais ist ziemlich ungeschickt angegangen worden. Wie genau war das nochmal, wenn ich dicke Äste haben möchte? In dem Falle muss ich die Triebe doch einige Zeit wachsen lassen, oder? Der Bonsai hat an einer Astgabel dickere Zweige als der eigentliche Stamm; sollte doch eigentlich nicht sein. wodurch kann ich den Hauptstamm also verdicken?
Wenn ich Anzeichen von gelben Blättern bei der Serissa habe, was sollte ich dann am Besten als Nächstes tun? :)

Fragen über Fragen :)

Liebe Grüße, Michelle
Hi
>
> Ein paar Kleinigkeiten hätte ich dennoch:
> wie soll ich mit den Schädlingen umgehen? Heute habe ich
> z.B. keine Krabbeltierchen entdeckt. Bringt es etwas,
> wenn man *vorbeugt* ?

Das erste was man bei Schädlingen tut, ist sie zu bestimmen und dann behandeln... man kann schon vorbeugen... Blattläuse, Woll- und Schmierläuse ( sehen aus wie weisse wattebäuschen) und vorallem Spinnmilben ( siehst du indirekt, an spinnetz-artigen gebilden, wenn du die Pflanze mit Wassser bestäbst) würde ich sofort bekämpfen.
aber nicht alles was sich da in der Erde tummelt ist zwangsläufig ein Schädling.


> Und wie meinst du das mit voller Sonne?
> Gibt es da keine Verbrennungsgefahren? Dann würde ich sie
> nämlich direkt in die Sonne stellen.

damit meine ich .. tu sie an die Sonne... du solltest sie langsam daran gewöhnen... schütze sie zuerst vor der direkten und heissen (Mittags)sonne... zuerst z.b. nur morgen-oder spätere Nachmittagssonne oder unter einm weissen Sonnenschirm..dann nach und nach verträgt s immer mehr sonne.
sonnenbrand siehst du an braunen flecken auf den Blättern.

>
> Und: wenn ich also normalen pflanzendünger (muss er
> organische Elemente haben?) benutze, dann kann ich nichts
> falsch machen? Denn mit verschiedenen Düngemittel traue
> ich mir das noch nicht zu. Ich möchte erst einmal
> herausfinden, wie die Serissa auf meine
> Pflege*gewohnheiten* reagiert :)

organisch oder nicht.. macht nicht viel aus.. nimm einfach NPK ( Stickstoff-Phosphor-Kalium ) Dünger... oder lege Biogold auf Mit verschiedenen Dünger abwechslnd düngen ist nicht notwendig aber eine Möglichkeit, mit verschiednen Zusammensetzungen zu düngen... der eine Dünger hat das drin, der andere vielleicht noch zusätzlich irgendwelche Substanzen z.b.
---Düngen ist ein massgeblicher Teil der Pflege, wenn du z.b. mind 4-5 mal kräftig wässerst zwischen den Düngergaben.. sollte nichts schief gehen, in der Hauptwachstumszeit... Biogold ist wohl das einfachste.. einfach auflegen...
generell : dünge nicht wenn die Pflanze nicht wächst... und dünge nach der Konzentrationsemfpehlung des Herstellers.

> Die Verästelung meines Bonsais ist ziemlich ungeschickt
> angegangen worden. Wie genau war das nochmal, wenn ich
> dicke Äste haben möchte? In dem Falle muss ich die Triebe
> doch einige Zeit wachsen lassen, oder?

Ja . wachsen lassen, bis die gewünschte Astdicke erreicht ist... dann stark zurückschneiden und wieder wachsen lassen usw

Der Bonsai hat an

> einer Astgabel dickere Zweige als der eigentliche Stamm;
> sollte doch eigentlich nicht sein. wodurch kann ich den
> Hauptstamm also verdicken?

ziehe mal in Betracht.. eine Stammlinie zu finden... die eine verjüngung nach oben aufzeigt... dickere Aste musst du eventuell entfernen. (aber jetzt nicht gleich losschnippeln... immer sher gut überlegen.. was weg ist ist weg.. nicht aus ner laune raus wegschneiden.

der Stamm wird dicker durch zuwachs d.h. wachsen lassen der pflanze.. es ist schwer möglich nur den Stamm zu verdicken, wobei die Äste gleich bleiben. Oft lässt man irgendwelche Äste mitwachsen, als sogenannte Opferäste.. die schneidet man später wieder weg.

hier habe ich einen link, der die Entwicklung eine Lärche ( nicht meine)  über 10 Jahre zeigt... http://www.bonsai.se/L1.html    vielleicht gibt das eine Idee.



> Wenn ich Anzeichen von gelben Blättern bei der Serissa
> habe, was sollte ich dann am Besten als Nächstes tun? :)

kommt drauf an wie sie und welche gelb werden.. wenns innere Blätter sind.... abwarten, normal weiterpflegen.
wenns die jüngeren äusseren Blätter sind...nach den Schädlingen suchen...  werden die Spitzen schwarz ( nicht braun oder so)... giessverhalten überprüfen.. schwarze Spitzen und später schwarze Blättter zeigen sich bei massiven Wurzelproblemen.

wie gesagt.. gelbe Blätter kommen immer wieder vor... teilweise kräftig nur schon wenn man den Standort ändert, aber sie ersetzt diese schnell wieder....
also nicht grad Panik bei gelben Blätter... anschauen.. nach Gründen suchen... wenn keine offensichtlichen zu finden sind.. mal abwarten und beobachten

p.s. du hast umgetopft, hast du auch wurzeln geschnitten, falls ja hast du auch Blattmasse verkleinert?

gruss christoph
Was das Umtopfen angeht:

Die Wurzeln habe ich nicht zurückgeschnitten, da sie in sich noch die ballenartige Form hatten. Das ist damit dann wohl okay?

Mein Gedanke bezüglich der Sonne war eben, dass, wenn ich sie an die volle Sonne gewöhnt habe, sie wohl später eher Probleme mit dem Überwintern hätte.
Wie lang braucht die Serissa, um auf unangemessene Behandlung zu reagieren? ;) bis jetzt sieht sie gesund aus.
Was für ein Schädlingsmittel benutze ich dann am Besten; da sie ja in meinem Zimmer steht, sollte es weder für die Pflanze noch für Menschen gefährlich sein. (lässt sich aber wohl nicht vermeiden, oder?)

Vielen Dank für die ausführlichen Informationen
Ah..noch etwas

Zu dem Bonsai- großziehen:

Wenn die Keimlinge nach ungefähr einem Jahr soweit sind beschnitten zu werden, wie erreiche ich möglichst kleine Blätter und was muss ich dann beim Schneiden beachten?
Einige Formen, die ich ausprobieren möchte (Die Namen dafür weiß ich jetzt gerade nicht, will auch fantasieformen ausprobieren), habe ich schon im Kopf; doch wie weit lass ich das Bäumchen wachsen? Wenn es einen dickeren Stamm bekommen soll, wächst es doch ziemlich hoch bis ich es zurückschneiden kann? Da weiß ich nicht, wie ich die Maßstäbe ansetzen soll.
Auf jeden Fall möchte ich die Form zunächst durch das Schneiden erhalten (also keine außergewöhnlichen Formen) An das Drahten wage ich mich nicht so wirklich, da ich nicht weiß, wie man die Äste dann behandelt, bzw. wie man den Draht anlegt.
Bei meiner Serissa wachsen sich einige Zweige in die Quere (wie viele weitere mir scheinbar nicht sinnvoll angelegte Äste; man erkennt den Hauptast gar nich).
Wie soll ich damit umgehen? ich versuche dann die *Störendsten Äste* eben zu kürzen; doch das muss doch noch anders erreichbar sein. Wachsen aus abgeschnittenen Trieben wieder neue?

Soo..das wars dann mal wieder mit den Fragen : )
 Re: Anpflanzen und Pflege der Serissa 14.05.2006 (23:02 Uhr) Uwe Harwardt
Hallo Michelle,

die Blätter der Serissa sind bereits recht klein, je weiter der Baum sich verzweigt, desto kleiner werden sie noch.

Du solltest warten, bis der Baum mindestens die doppelte Höhe dessen hat, was Du anstrebst. Dann kannst Du diesen Baum auf ein Drittel seiner Größe reduzieren und mit dem Aufbau der Baumkrone beginnen. Dadurch erscheint der Stamm optisch dicker als er tatsächlich ist.

Wirklich störende Äste, die zum Beispiel nach innen statt nach außen wachsen, solltest Du bereits frühzeitig entfernen. Überflüssige Äste kannst Du auch gut noch ein Jahr am Baum belassen. Ihre Blätter und ihr Wachstum bewirken ein stärkeres Wachstum des Stammes.

Eventuell lohnt es sich sogar, lediglich DIE Äste zur Zeit zu beschneiden, die Du später am Baum belassen möchtest. Durch den Schnitt werden sich diese Äste besser verzweigen, aber auch in ihrem Dickenwachstum gehemmt. DIE Äste, die erst später, dann aber vollständig entfernt werden, solltest Du nicht schneiden.

Störende Äste werden im übrigen nicht gekürzt, sondern mit der Konkav-Zange direkt am Stamm abgeschnitten.

Besonders bei der Serissa wirst Du feststellen, daß sie an derartigen Schnittstellen gern wieder austreibt. Dies wird oftmals als störend empfunden und die neuen Triebe müssen immer wieder entfernt werden. Darauf zu hoffen, daß ein Neuaustrieb aber einen Ast ersetzen kann, welcher versehentlich abgeschnitten oder gebrochen wurde, ist nicht ratsam.

Uwe

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