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 Bonsai-Info-Archiv
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 Bonsai vom Sperrmüll 25.04.2006 (21:53 Uhr) sucram
So,.ich hatte mein Passwort vergessen und schreibe mich jetzt rückwärts, der Einfachheit halber - irgendwie hat´s mit dem neuen Passwort nicht geklappt. Erstmal: > Gutes Forum - weil hier bewegt sich wenigstens was  - Christoph, vielen Dank für Deinen Ansatz. Mit der Ulme ist so ziemlich alles im Argen bis auf das frühlingsgrüne Kambium - die »Wurzeln« spotteten einer Beschreibung - aber sie haben jetzt ihre Chance in einer 1:1 Acadama/Bonsaierden- Mischung dank Umtopfung in ein angemessenes Gefäß.

Ist übrigens doch ein - was die Brechstangengestaltung angeht -  mieß vergewaltigter »Baumarktbonsai« (.rostige, eingewachsene Drahtspuren, getstutzter, unnatürlich gewinkelter Stamm). Aber es reizt mich, diesen Baum zu retten und zu einer ihm angemessenen Schönheit und Natürlichkeit zu »verhelfen«.! Ich glaube, der wird wieder - nichtsdestotrotz bin ich jetzt hoffnungslos vom Bonsaigedanken infiziert, einen Lebensbaum (bewußt nicht in Anführungzeichen) zu pflegen. Da gibt´s zu der halbtoten Ulme noch einen ausbaufähigen Fächerahorn in der Pipeline - und  - jetzt zu der eigentlichen Frage, die ich speziell an Christoph richte - was ist eigentlich mit Yamadori? Da gibt es eine von »Rehen gestaltete«, gemeine Buche, die einem 20Jährigem Bonsai vom Potenzial her sehr nahe kommt (ca 80 cm - sehr schön verästelt, Stamm ist der Hammer.). Was ist bei Ausgrabungen zu beachten? In de Fachliteratur bin ich nicht fündig geworden. Besten Gruß, Marcus
 Re: Bonsai vom Sperrmüll 25.04.2006 (23:55 Uhr) Uwe Harwardt
Hallo Marcus,

auch wenn Du Christoph direkt ansprichst:

Hast Du mal das Buch Bonsai von Werner M. Busch gelesen? Dort findest Du unter anderem eine kurze Einführung zum Thema Yamadori.

Gibt's bei Dir in der Nähe einen Bonsai-Arbeitskreis? Möglicherweise findest Du dort jemanden, der Dir beim Ausgraben helfen könnte. Ich habe selbst einige kleinere Bäume aus der freien Wildbahn geholt und die anschließenden Verluste lagen bei 50%, dabei waren meine "Opfer" allesamt kleiner und wohl auch jünger als das von Dir beschriebene Exemplar. Zumindest mir hat die Theorie nicht gereicht...

Ich wünsche Dir aber viel Erfolg

Uwe
Zuletzt geändert von Uwe Harwardt am 25.04.2006 um 23:57 Uhr.
 Re: Bonsai vom Sperrmüll 26.04.2006 (00:45 Uhr) christophII
Hallo Markus

Danke für die loorbeeren... treib sie denn wieder aus?

auch wenn die Frage speziell an mich ist, sollen auch andere antworten.

zu yamadori... ich könnte jetzt auch nur vom Hörensagen rsp lesen berichten, selber habe ich (noch) kein "yamadori"

auf jeden Fall setzt es eine gewisse Erfahrung und Kenntnis vorraus... es beginnt eigentlich schon mit der einholung einer bewilligung beim grundstücks-besitzer...danach brauchts viel zeit, bis sich der baum erholt hat.  merke dir diesen baum einfach und befasse dich intensiver mit der materie.. der läuft nicht davon, er gewinnt nur noch :-)
hier ist ein link...http://home.eduhi.at/user/bonsai/Putz_roh.html

es gibt aber auch noch baumschul-yamadori... in baumschulen findest du relativ günstig Bäumchen, die schon an ein kübelleben gewöhnt sind und auch schon kompakte wurzelballen haben... zum üben und erste gestaltungen würde ich dies empfehlen. unter umständen findest du besseres material als in der freien natur.... ist dann halt nicht 50 100 500 jahre alt, aber dafür überlebt er ;-))))


grüsse

christoph



 Yamadori ? 26.04.2006 (20:07 Uhr) Hajofix
Hallo Marcus

Auch wenn Deine Yamadori-Frage speziell an Christoph gerichtet ist, möchte ich mal meinen Senf dazugeben.

Im März 2005 habe ich beispielsweise 14 genau solcher "von Rehen gestaltete" Buchen aus der Wildbahn geholt.
Es sind Rotbuchen, warscheinlich Deine "gemeine Buche" auch.

Wenn Du schnell die Genehmigung bekommst, kannst Du sie jetzt noch ausgraben.
Dazu mußt Du den Wurzelballen großzügig ausgraben, er wird warscheinlich im Durchmesser etwas größer als die Krone sein.
Dabei ist es günstig, möglichst viel Erde am Wurzelballen zu lassen.
Diese Reh-verbissenen Buchen haben einen nicht allzugroßen Ballen.

Ich habe mir dazu Holzkisten ( mit großen Abzugslöchern ) gebaut.
Die Löcher abdecken, eine 3cm Schicht "Seramis" als Drainage, den Baum dann mit durchlässiger Erde einpflanzen, dabei kannst Du ruhig ein paar sehr lange Faserwurzeln einkürzen. Die Wurzeln mit viel Wasser gut einschlämmen.
Das Ganze ab in den vollen Schatten.

Ich habe meine Buchen vor ca 2 Wochen, also nach einem Jahr, in etwas großzügige Bonsaischalen gesetzt, dabei habe ich den Wurzelballen etwas reduziert.

( Es haben übrigends alle 14 Buchen überlebt )

Nach einem weiteren Jahr können sie wohl in eine kleinere Schale gesetzt werden.

Erstmal soweit...
Ich werde mal morgen ein paar Bilder machen ( falls Dich das interessiert ? ).

Gruß
Hajo.
Zuletzt geändert von Hajofix am 26.04.2006 um 20:20 Uhr.
 Yamadori Bilder 27.04.2006 (20:16 Uhr) Hajofix
Hallo

Wie versprochen,ein paar Bilder meiner Yamadori-Buchen.




Die Bäume sind so, wie ich sie aus der Natur entnommen habe.

Die letzte Buche habe ich heute eingetopf, da heute erst die Bonsai-Schale per Post kam.

Hier ist die Buche noch in der Kiste, in die ich die Buche nach der Entnahme aus der Natur, gepflanzt habe.




Gruß
Hajo.
Zuletzt geändert von Hajofix am 27.04.2006 um 21:26 Uhr.
 Re: Yamadori Bilder 28.04.2006 (16:42 Uhr) _momo
Wow, die sehen ja echt gut aus.

Wo findet man sowas???

Hab letztes Jahr ne Birke von einem Zaunpfeiler geholt. Die hat auch schon nen richtig schönen Stamm, nur die Wurzeln sind bisher platt wie ein Teller und auch nur einseitig. Kann man die auch noch hinbiegen oder soll ich lieber warten, bis sich genug neue Wurzeln gebildet haben und die alten dann abschneiden?

Beste Grüße

  Tine
 Re: Yamadori Bilder 28.04.2006 (18:54 Uhr) Hajofix
> Wow, die sehen ja echt gut aus.
>
> Wo findet man sowas???
Ca 40 Km nördlich von Berlin.
Wildwuchs in einem Kiefernhochwald.
Da kaum Unterholz in diesem Wald ist, sind die Triebe solcher einzelnen kleinen Buchen natürlich ein willkommenes Fressen der Rehe.
Da ich beim Pilzesuchen ein Auge auf die Pilze richte und ein Auge nach geeigneten Bäumen sucht, finde ich zwar nicht allzuviel Pilze, dafür aber hin und wieder ein paar schöne Bäumchen.

>
> Hab letztes Jahr ne Birke von einem Zaunpfeiler geholt.
> Die hat auch schon nen richtig schönen Stamm, nur die
> Wurzeln sind bisher platt wie ein Teller und auch nur
> einseitig. Kann man die auch noch hinbiegen oder soll ich
> lieber warten, bis sich genug neue Wurzeln gebildet haben
> und die alten dann abschneiden?

Kommt darauf an, ob sich die Wurzeln noch biegen lassen,
besteht die Gefahr, daß sie brechen, solltest Du warten, bis sich genügend neue Faserwurzeln gebildet haben, dann kannst Du schrittweise die alten Wurzeln kürzen.
Also lieber Geduld als über das Knie brechen.

Gruß
Hajo.

>
> Beste Grüße
>
> Tine
 Re: Yamadori Bilder 29.04.2006 (22:41 Uhr) sucram
Hallo Hajo,

wirklich sehr schöne Pflanzen sind das ja jetzt schon (...), da können meine Anwärter schlichtweg einpacken. Von der fetten Rotbuche habe ich mich bereits verabschiedet, die ist punktuell zu verzweigt - das gäbe dann wohl nur ein wulstiges Etwas, und außerdem zu groß für einen Anfänger wie mich. Aber ich glaube, der größte Anfängerfehler ist es sowieso, unbedingt sofort den erstbesten Baum den man »im Hirn bereits als Bonsai eingescant« hat auch gleich auszugraben.

Deine Beispiele haben mich auf jeden Fall neu sensibilisiert. Danke!

Ich glaube ich verstehe so langsam, worum es bei Bonsai eigentlich geht - einen neuen Weg zu beschreiten und für sich zu definieren. »Yamadori« hat auf jeden Fall mehr Stil und Philosophie als ein paar (mehr) Grüne hinzublättern für einen »fremd-vorgestalteten Baum in Topf« (...).

Es gibt drei neue Anwärter. Eine Rotbuche, zwar jung, aber schön luftig gewachsen - schlicht und zurückhaltend für die angestrebte aufrechte Form.
Eine, ich glaube Hainbuche, mit flachem, kryptischem Wuchs, und eine Weißdorn für den Stil des Mehrfachstammes oder Waldes. Ich versuch mal die Bilder reinzustellen. Wie geht das hier (?) - ich finde keine Option beim Verfassen des Beitrages selber.

Bis bald,

Gruß,
Marcus

 Re: Yamadori Bilder 29.04.2006 (23:16 Uhr) sucram
.??? Help!

Letzter Versuch für heute... - bin entnervt, ...die Datei ist jetzt echt schon so klein, daß man schon ne´Sehhilfe bräuchte, um noch einen Baum zu erkennen. Ich schicke Dir die Bilder dann erstmal an Deine email-Adresse, falls es wieder nicht hinhaut.

LG,
Marcus





Zuletzt geändert von sucram am 29.04.2006 um 23:27 Uhr.
 Re: Yamadori Bilder 29.04.2006 (23:27 Uhr) Hajofix
Hi Marcus

In welchem Datei-Format ist Dein Bild ?

Versuche mal mit .jpg

Hajo
 Re: Yamadori Bilder 29.04.2006 (23:45 Uhr) sucram
So..., jetzt weiß ich nur noch nicht wie ich meine Antworten und Beiträge so organisiere, daß es auch im Stammbaum Sinn macht ;). Ist mein erstes Forum.

Egal, ich habe mir heute einen richtig teueren Spaten geleistet - man bekommt schon ein komisches Gefühl, mit diesem Ding loszuziehen - zum Glück habe ich noch meinen Hund dabei..., man könnte sonst fast denken, ich hätte ne´ Leiche im Keller und hätte was zu vergraben statt auszugraben ;).

So die Wurzeln zu umstechen hat etwas Endgültiges - habt Ihr beim Ausgraben eigentlich manchmal sowas wie einen zu »überwindenden Srkupel«?

Würde mich freuen, wenn Ihr mal berichten könntet, wie es Euch beim Ausgraben emotional ergangen ist - ist ja doch was anderes als Pilze sammeln oder Stöckchen schmeissen.

LG,
Marcus





 Re: Yamadori Bilder 30.04.2006 (00:15 Uhr) Hajofix
> So..., jetzt weiß ich nur noch nicht wie ich meine
> Antworten und Beiträge so organisiere, daß es auch im
> Stammbaum Sinn macht ;). Ist mein erstes Forum.
Ist doch OK so !!
>
> Egal, ich habe mir heute einen richtig teueren Spaten
> geleistet - man bekommt schon ein komisches Gefühl, mit
> diesem Ding loszuziehen - zum Glück habe ich noch meinen
> Hund dabei..., man könnte sonst fast denken, ich hätte
> ne´ Leiche im Keller und hätte was zu vergraben statt
> auszugraben ;).
>
> So die Wurzeln zu umstechen hat etwas Endgültiges - habt
> Ihr beim Ausgraben eigentlich manchmal sowas wie einen zu
> »überwindenden Srkupel«?

Ich persönlich möchte mal behaupten:
Wer beim Ausgraben eines Baumes keine Skrupel hat, hat mit der Natur nichts am Hut und sollte
das Bonsai-"Züchten" lieber sein lassen und Straßenbahnfahren, oder Atomkraftwerke bauen.

Beschreiben kann man das Gefühl aber wohl sehr schlecht.
Mir geht es so, als wenn ich mein Enkel überlassen bekomme.
Auf jeden Fall nichts falsch machen, es ist ja nicht mein Kind, alles daransetzen, daß es dem Kind gut geht, daß ich es wohlbehalten zurückgeben kann.

Ähnlich geht es mir bei den Bäumen, ich versuche alles zu tun um den Baum am Leben zu halten.
Gleichgültigkeit wäre ein schlechter Ratgeber.

Weiter möchte ich jetzt aber nicht darüber philosophieren.

Hajo.

>
> Würde mich freuen, wenn Ihr mal berichten könntet, wie es
> Euch beim Ausgraben emotional ergangen ist - ist ja doch
> was anderes als Pilze sammeln oder Stöckchen schmeissen.
>
> LG,
> Marcus
>
>
>
>
>
 Re: Yamadori Bilder 30.04.2006 (00:44 Uhr) sucram
...egal, was glaube ich Sinn macht ist, die »schönen« Dinge als solche zu begreifen, die man nicht in Worte fassen oder berechnen kann. Ob es Kunst ist, Liebe oder Tod..., Yamadori scheint eine sehr abstrakte Möglichkeit zu sein, sich wiederzufinden in jener Natur, von der man sich entfremdet hat oder von der man zivilisatorisch entfremdet wurde.

Einen Baum für »sich« zu begreifen, das isses´doch - oder?

Bischen Ausschweifen muss sein. Geduld ist Askese ist Selbstreflektion.

LG,
Marcus


 Re: Yamadori Bilder 29.04.2006 (23:42 Uhr) Hajofix
Hi Marcus
Hat ja doch noch geklappt.
Ja das Problem mit der Datei-Größe hatte ich auch.
100 kb sind echt mager.

Ich erlaube mir mal, den Fehlversuch zu löschen.

Der Baum auf dem Bild ist nicht vielleicht doch etwas zu sehr in die Länge gewachsen ??

Es ist später viel schwieriger, mehr Astvolumen zu bekommen,
als einen dichter gewachsenen Baum im Nachhinein auszulichten.

Hajo.
Zuletzt geändert von Hajofix am 29.04.2006 um 23:45 Uhr.
 Re: Yamadori Bilder 30.04.2006 (00:01 Uhr) sucram
Hi Hajo,

ja, der ist schon sehr jung und hoch (ca. 40 cm), aber ich mag die lichte, aufrechte Form. Wenn der Baum für Dich gar kein Potenzial hierfür hätte, dann lass ich Ihn in Ruhe. Ich muss jetzt nicht mein Ego befriedigen und irgendwas ausgraben. Wie gesagt, ich bin neu mit der ganzen Materie und erliege schnell den Versuchungen. Wie lange gibst Du einem Anwärter Zeit? Im Grunde genommen ist das ganze Anwärterzeugs meinerseits doch ein vorschnelles...»ich muss jetzt was ausgraben Gehabe« und widerstrebt dem Bonsaigedanken - oder?

LG,
Marcus

 Re: Yamadori Bilder 30.04.2006 (00:28 Uhr) Hajofix
Möchte Dir natürlich nichts mies machen.
Er ist schon gut gewachsen, nur treiben die Buchen im Nachhinein sehr schlecht in Stammnähe aus, daran sollten meine Bedenken erinnern.
Manchmal stellt man später fest, hier könnte noch ein Ast sein, oder dort fehlt ja ein Ast, dann ist es schwer, dies zu ändern.
Deßhalb meinte ich, ein Astreicher Baum ist einfacher zu gestalten.

Gute Nacht
Hajo.
Zuletzt geändert von Hajofix am 30.04.2006 um 00:34 Uhr.

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