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 Chinesische Ulme 04.06.2003 (19:15 Uhr) hotelmike
Hallo,

Anfang April habe ich von einem Bekannten eine ca. 25Jahre alte, ca. 40cm hohe Ulme bekommen. Sie hatte Spinnmilben und schon fast alle Blätter verloren. Ich habe dann zunächst die Ulme mit Lizetan Plus behandelt, einen kompletten Blattschnitt durchgeführt und sie in ein Gewächshaus bei hoher Luftfeuchtigkeit gestellt. Als sich eine Menge neue Knospen bildeten, habe ich auch noch die Erde durch selbstgemischte (1Teil Akadama, ein Teil Lavasplit, zwei Teile Floragard Blumenerde)ersetzt. Gleichzeitig habe ich dann noch eines der Vitaminfläschchen in die Erde gesteckt. Danach konnte ich keine neue Knospenbildung mehr feststellen und seit 2Wochen steht sie auf dem Westbalkon, weiterhin ohne neue Knospenbildung. Die vorhandenen Blättchen sind zwar ein wenig grösser geworden aber bleiben recht klein. Es sieht aus als ob die Ulme das Wachstum eingestellt hat. Eine Düngung ist noch nicht erfolgt, die Spinnmilben sind aber weg. Muss ich einfach noch Geduld haben?

Gruss Harry
 Operation gelungen.... Patient? 04.06.2003 (21:00 Uhr) Anina
Hallo Harry,

warum diese "Megaoperation"?:

> Ich
> habe dann zunächst die Ulme mit Lizetan Plus behandelt,
> einen kompletten Blattschnitt durchgeführt und sie in ein
> Gewächshaus bei hoher Luftfeuchtigkeit gestellt. Als sich
> eine Menge neue Knospen bildeten, habe ich auch noch die
> Erde durch selbstgemischte (1Teil Akadama, ein Teil
> Lavasplit, zwei Teile Floragard Blumenerde)ersetzt.
> Gleichzeitig habe ich dann noch eines der
> Vitaminfläschchen in die Erde gesteckt.

Lizetanbehandlung hätte gereicht und bei hoher Luftfeuchte verschwinden die Spinnmilben eh (ab ca 70% können sie sich nämlich nicht mehr fortpflanzen).
Aber warum muss dann der Blattschnitt (!!!) UND das Umtopfen noch sein?
Das ist der Megastress für eine Pflanze und das während des Austriebes. Da will sie die ganze Energie in Neuaustrieb stecken, nachdem sie grad mal ne Rote-Spinne-Attake samt Blattschnitt hinter sich hat und dann kommst Du und topfst sie auch noch um.

Das Vitaminfläschchen hättest Du Dir sparen können - einfach weniger stressen hätte gereicht.
Ich verstehe auch die Logik dahinter nicht.
Meiner Meinung nach ist Deine Ulme völlig ausgepowert (bitte jetzt nicht auch noch Düngen).
Ulmen sind wohl ziemlich robust - alles andere hätte bei soetwas schon lange den Löffel abgegeben.
Pflege sie gut - hohe Luftfeuchtigkeit, nicht ersaufen und warte - vielleicht packt sie es ja.

Gruß,
Anina

 Re: Operation gelungen.... Patient? 04.06.2003 (21:41 Uhr) hotelmike
> Hallo Harry,
>
> warum diese "Megaoperation"?:
>
> > Ich
> > habe dann zunächst die Ulme mit Lizetan Plus behandelt,
> > einen kompletten Blattschnitt durchgeführt und sie in ein
> > Gewächshaus bei hoher Luftfeuchtigkeit gestellt. Als sich
> > eine Menge neue Knospen bildeten, habe ich auch noch die
> > Erde durch selbstgemischte (1Teil Akadama, ein Teil
> > Lavasplit, zwei Teile Floragard Blumenerde)ersetzt.
> > Gleichzeitig habe ich dann noch eines der
> > Vitaminfläschchen in die Erde gesteckt.
>
> Lizetanbehandlung hätte gereicht und bei hoher
> Luftfeuchte verschwinden die Spinnmilben eh (ab ca 70%
> können sie sich nämlich nicht mehr fortpflanzen).
> Aber warum muss dann der Blattschnitt (!!!) UND das
> Umtopfen noch sein?
> Das ist der Megastress für eine Pflanze und das während
> des Austriebes. Da will sie die ganze Energie in
> Neuaustrieb stecken, nachdem sie grad mal ne
> Rote-Spinne-Attake samt Blattschnitt hinter sich hat und
> dann kommst Du und topfst sie auch noch um.
>
> Das Vitaminfläschchen hättest Du Dir sparen können -
> einfach weniger stressen hätte gereicht.
> Ich verstehe auch die Logik dahinter nicht.
> Meiner Meinung nach ist Deine Ulme völlig ausgepowert
> (bitte jetzt nicht auch noch Düngen).
> Ulmen sind wohl ziemlich robust - alles andere hätte bei
> soetwas schon lange den Löffel abgegeben.
> Pflege sie gut - hohe Luftfeuchtigkeit, nicht ersaufen
> und warte - vielleicht packt sie es ja.
>
> Gruß,
> Anina
>

Hallo Anina,

ich hatte mir das schon gedacht, das ichs ein wenig übertrieben habe. Zur Logik: Ich hab schonmal einige Pflanzen durch Spinnmilben verloren, Lizetan hatte nicht gereicht- sie kamen immer wieder und deshalb der Blattschnitt. Das hatte ihr offenbar auch noch nicht geschadet. Hohe Luftfeuchtigkeit ist klar, aber Ruck-Zuck schimmelts, denn die Ulme stand offensichtlich in reiner Blumenerde. Dann hätte ich wieder ein Pilzmittel spritzen müssen. Deshalb hab ichs vorgezogen, die Erde auch noch auszutauschen.

Gruss Harry
 Re: Operation gelungen.... Patient? 04.06.2003 (22:06 Uhr) Anina
Hallo Harry,

sorry, wenn mein Beitrag etwas "anklagend" galt - manchmal übertreibe ich es wohl ein wenig mit den Bäumchen..

Wenn Du öfter Probleme mit Spinnmilben hast: es ist wirklich so - robuste und gesunde Bäume sind weitaus weniger anfällig.
Bei den tropischen, die im Winter warm stehen wollen hilft mehrmaliges besprühen mit Wasser.
Ich hatte eigentlich noch nie Spinnmilben.. außer in sehr trockenen Sommern, wenn die Bäume draußen stehen.
Ein gutes systemisch wirkendes Mittel (hält die Viecher fern) ist Niemöl. Obwohl es auf pflanzlicher Basis hergestellt wird, "haut es ziemlich rein" - ist aber Nützlingsschonend.
Man besprüht die Pflanze damit, das Mittel geht in den Pflanzensaft über und die Viecher haben schon gar keine Lust mehr, dran zu gehen.

Kannst ja mal ausprobieren, wenn Du möchtest.

Grüße,

Anina

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