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 Der lange Leidensweg meines Ficus 08.07.2004 (21:50 Uhr) Björn
Es war zu Beginn meiner Studienzeit, das ist nun etwa 8 Jahre her. Ich habe einer Bekannten geholfen umzuziehen, und da sah ich diese Topfpflanze im Müll, ein Ficus Benjamini, auf den ersten Blick tot, nur ein oder zwei grüne Blätter waren noch übrig. Ich habe beschlossen ihn zu retten, und fortan begleitete mich diese Pflanze mit ihren zwei grünen Blättern durchs Studium. Ich habe mich immer gefragt wie sie es geschafft hat so viele vertrocknete Blätter zu produzieren, wo doch immer nur ein oder zwei grüne an der Pflanze hingen... nunja zumindest ist sie hartnäckig, und ich bin es auch. Irgendwann war ich das Elend leid und habe beschlossen ihr mal etwas Gutes zu tun, habe gescheite Erde gekauft, sie gedüngt, und das hat auch tatsächlich irgendwie geholfen, denn nun hat die Pflanze schon mindestens 20 grüne Blätter und ist dazu übergegangen abgestorbene Triebe zu produzieren statt sich mit einzelnen Blättern abzugeben. Die Triebe sind lang und labberig, und sterben etwa im selben Tempo ab wie sie nachwachsen. Man könnte sagen ist doch super, stabiler Zustand...
Ich habe die Pflanze in den letzten Tagen mal ausgegraben und festgestellt dass das möglicherweise an dem fast völligen Fehlen von Wurzeln liegt... ich dachte immer dass so eine Topfpflanze irgendwann dazu übergeht neue Wurzeln auszubilden, aber das trifft auf diese hier zumindest nicht zu. Momentan habe ich die Pflanze in ein Wasserglas in eine Lösung mit einem wurzelförderndem Mittelchen gegeben, was sie aber auch nicht sonderlich beeindruckt.
Hat jemand irgendeine Idee wie man so einen Ficus wirklich glücklich macht? Ich meine das ist mittlerweile mit Sicherheit eine der hässlichsten Pflanzen der Welt (will jemand ein Foto sehen?), aber sie begleitet mich nun schon seit fast einem Jahrzehnt, und hat sogar meine frühstudentischen Giessgewohnheiten überlebt, was einige deutlich grünere Pflanzen nicht geschafft haben... vermutlich weil so eine Pflanze mit einem Blatt auch nicht so viel Wasser braucht. Bin ich mit dem Versuch die im Wasserglas zu bewurzeln auf dem richtigen Weg, oder wird die dabei nur irgendwann anfangen zu faulen? Ich will ihr eigentlich nicht den Gnadenschuss geben, es gibt doch auch Geschäfte die soviele von diesen Pflanzen haben dass die die verkaufen müssen, das heisst die müssen irgendwie zum wachsen zu bewegen sein... wenn ich meine Pflanze anschaue und dann so einen 1,50 m hohen Ficus im Geschäft, müsste letzterer bei einer vergleichbaren Wachstumsgeschwindigkeit mindestens 1500 Jahre alt sein!
 Re: Der lange Leidensweg meines Ficus 08.07.2004 (21:54 Uhr) Jerry
Also meiner Meinung nach gibst du so deinem Ficus den entgültigen Gnadenschuss. Ich würde dem Ficus einen kleinen Topf mit neuer Erde (Sand und blumenerde) gönnen. Dann noch düngen und gucken was wird. Vielleicht hilft auch gut zureden. Also ein Foto wäre schon gut gewesen


> Es war zu Beginn meiner Studienzeit, das ist nun etwa 8
> Jahre her. Ich habe einer Bekannten geholfen umzuziehen,
> und da sah ich diese Topfpflanze im Müll, ein Ficus
> Benjamini, auf den ersten Blick tot, nur ein oder zwei
> grüne Blätter waren noch übrig. Ich habe beschlossen ihn
> zu retten, und fortan begleitete mich diese Pflanze mit
> ihren zwei grünen Blättern durchs Studium. Ich habe mich
> immer gefragt wie sie es geschafft hat so viele
> vertrocknete Blätter zu produzieren, wo doch immer nur
> ein oder zwei grüne an der Pflanze hingen... nunja
> zumindest ist sie hartnäckig, und ich bin es auch.
> Irgendwann war ich das Elend leid und habe beschlossen
> ihr mal etwas Gutes zu tun, habe gescheite Erde gekauft,
> sie gedüngt, und das hat auch tatsächlich irgendwie
> geholfen, denn nun hat die Pflanze schon mindestens 20
> grüne Blätter und ist dazu übergegangen abgestorbene
> Triebe zu produzieren statt sich mit einzelnen Blättern
> abzugeben. Die Triebe sind lang und labberig, und sterben
> etwa im selben Tempo ab wie sie nachwachsen. Man könnte
> sagen ist doch super, stabiler Zustand...
> Ich habe die Pflanze in den letzten Tagen mal ausgegraben
> und festgestellt dass das möglicherweise an dem fast
> völligen Fehlen von Wurzeln liegt... ich dachte immer
> dass so eine Topfpflanze irgendwann dazu übergeht neue
> Wurzeln auszubilden, aber das trifft auf diese hier
> zumindest nicht zu. Momentan habe ich die Pflanze in ein
> Wasserglas in eine Lösung mit einem wurzelförderndem
> Mittelchen gegeben, was sie aber auch nicht sonderlich
> beeindruckt.
> Hat jemand irgendeine Idee wie man so einen Ficus
> wirklich glücklich macht? Ich meine das ist mittlerweile
> mit Sicherheit eine der hässlichsten Pflanzen der Welt
> (will jemand ein Foto sehen?), aber sie begleitet mich
> nun schon seit fast einem Jahrzehnt, und hat sogar meine
> frühstudentischen Giessgewohnheiten überlebt, was einige
> deutlich grünere Pflanzen nicht geschafft haben...
> vermutlich weil so eine Pflanze mit einem Blatt auch
> nicht so viel Wasser braucht. Bin ich mit dem Versuch die
> im Wasserglas zu bewurzeln auf dem richtigen Weg, oder
> wird die dabei nur irgendwann anfangen zu faulen? Ich
> will ihr eigentlich nicht den Gnadenschuss geben, es gibt
> doch auch Geschäfte die soviele von diesen Pflanzen haben
> dass die die verkaufen müssen, das heisst die müssen
> irgendwie zum wachsen zu bewegen sein... wenn ich meine
> Pflanze anschaue und dann so einen 1,50 m hohen Ficus im
> Geschäft, müsste letzterer bei einer vergleichbaren
> Wachstumsgeschwindigkeit mindestens 1500 Jahre alt sein!
 Re: Der lange Leidensweg meines Ficus 09.07.2004 (06:34 Uhr) tobster
Auf keinen Fall Düngen! Das verbrennt die Wurzeln gleich wieder, falls sich welche bilden sollten. Frische Humusreiche Erde sollte für die Nährstoffe reichen.
 Hätte gerne ein Foto!!!! 09.07.2004 (16:21 Uhr) Angelo
Hi wenn es möglich wär konntest du uns ein Foto zeigen von diesem total hässlichem Ficus Benjamina???
Ich würde den Baum sehen!!!
 Re: Der lange Leidensweg meines Ficus 10.07.2004 (19:33 Uhr) Beppo
> ... Momentan habe ich die Pflanze in ein
> Wasserglas in eine Lösung mit einem wurzelförderndem
> Mittelchen gegeben, was sie aber auch nicht sonderlich
> beeindruckt.

Kann ich mir vorstellen. Pflanze den Ficus mal wieder ein. Und in die "wirklich" gute Erde mischt Du vorher noch ein Drittel groben scharfen Sand oder besser noch Lavagranulat oder Basaltsplit. Ficus sollte niemals nasse Füsse haben, aber der Wurzelballen sollte auch niemals ganz austrocknen.
Anschließend stellst Du den Baum so hell wie möglich mit etwas Schutz vor der direkten Mittagssonne. Du mußt die Luftfeuchtigkeit erhöhen, ein Folientunnel kommt bei der Größe aber nicht in Betracht. Stell zwei Stühle neben die Pflanze und hänge zwei feuchte Handtücher darüber. Möglichst zweimal täglich wieder befeuchten.
Solange der Baum sich nicht erholt hat, solltest Du auf Düngung verzichten.

Du hast ja bereits die Erfahrung gemacht, daß Ficus eigentlich unkaputtbar ist - nun mußt Du ihn nur wieder aufpäppeln. Das aber geht nicht im Wasserglas - und auch nicht in 14 Tagen. Aber ich bin überzeugt, das wird schon klappen.

Ich drück' Dir mal 'nen grünen Daumen

Beppo
 Re: Der lange Leidensweg meines Ficus 12.07.2004 (11:37 Uhr) Martin
Tja, leider ist auch ein Ficus kaputtbar, wenn auch nur mit Mühe.

Mein Ficus hat eine ähnliche Geschichte, wie Deiner, nur dass er jetzt tatsächlich 2 Meter hoch ist und das auch nur deshalb, weil er schon 2 mal zurückgeschnitten werden musste.
Im letzten Beitrag ist es ja bereits kurz angesprochen worden, dass der Baum hell stehen muss. Ich möchte wetten, deiner steht irgendwo in einem Eck deines Zimmers, 3 Meter weit entfernt vom nächsten Fenster.
Wenn du noch zusätzlich deine unregelmässigen Giessgewohnheiten änderst, werden die neuen Blätter vielleicht sogar dranbleiben. Das Licht sorgt auch dafür, dass die Triebe nicht so lang und dünn werden. Und nur wenn ein Baum Blätter hat, bildet er auch die nötigen Wurzeln zu deren Nahrungs- und Wasserversorgung aus.
Noch ein Hinweis zum Giessen: beim Wässern sollte die gesamte Erde befeuchtet werden. Stellen, die trocken bleiben, tragen auch nicht zur Versorgung der Pflanze bei, bzw. es werden sich dort auch keine Wurzeln bilden. Überschüssiges Giesswasser muss unbedingt durch ein Loch im Topfboden abfliessen können. Sollte sich nach dem Giessen im Untersetzer Wasser gesammelt haben, solltest du dieses entfernen.

Im Sommer steht mein Ficus übrigens sehr gerne auf dem Balkon.
Grüsse
Martin.
Vielen Dank an alle für die vielen Tips! (Bin Björn, habe nur in meinem alten Account das Passwort vergessen... :( Ich habe mal ein paar Fotos angehängt (hoffentlich klappt das auch...

Dies ist das Bild der Pflanze in der Gesamtansicht. Die Blätter sehen ja eigentlich momentan recht kräftig aus, ist sogar nur eins abgefallen in den letzten Tagen ;)
Das nächste Bild zeigt was ich meine mit den absterbenden Trieben:

Ich werde wohl demnächst den Rat befolgen die Pflanze wieder einzupflanzen. Und vielleicht ist der (fensterlose) Flur in der Tat auch nicht gerade der sonnigste Platz im Haus, ich gelobe Besserung ;)
Leider habe ich keinen Balkon und auch keinen anderen wirklich sonnigen Platz, habe schon über eine Pflanzlampe nachgedacht, hat damit jemand Erfahrung?
Was die Erde angeht denke ich darüber nach Kakteenerde zu nehmen, ich habe mir da vor kurzem einen Sack zugelegt der irgendwie brauchbar aussieht. Das war wirklich immer ein Problem dass die bisherige Erde extrem gut das Wasser gespeichert hatte und insofern ständig klatschnass war, selbst nach wochenlangem aussetzen beim Giessen. Oder ist Blumenerde mit Sand noch besser?
Zuletzt geändert von Uwe Harwardt am 13.07.2004 um 22:22 Uhr.
 Re: Der lange Leidensweg meines Ficus 13.07.2004 (22:26 Uhr) Uwe Harwardt
Hallo Björn,

hast die Bilder schon richtig eingebunden, aber ein Upload auf den Server ist noch etwas besser. Habe Deinen Beitrag dahingehend editiert.

Jo, das sieht aber sehr nach zuwenig Licht aus. Wenn der Ficus heller steht, macht er bestimmt mal noch ein paar neue Blätter, die dann gern auch etwas dichter wachsen.

Kakteenerde - keine Ahnung, was da außer Torf und Sand noch drin ist... Wer weiß hier mehr? Schön locker ist sie auf jeden Fall.

Uwe

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