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 Bonsai-Info-Archiv
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 Giessen 25.02.2003 (14:11 Uhr) André
Wie giesst man am besten einen Bonsai? Von oben auf die Erde oder von unten (im Teller), so dass das Wasser nach oben steigt? Habe dazu noch nichts gefunden. Wie macht ihr dass?

Danke.
 Re: Giessen 25.02.2003 (15:15 Uhr) Allanos
Hallo Andre,

> Wie giesst man am besten einen Bonsai? Von oben auf die
> Erde oder von unten (im Teller), so dass das Wasser nach
> oben steigt? Habe dazu noch nichts gefunden. Wie macht
> ihr dass?

In den  Bonsaibüchern werden 2 Methoden empfohlen:

1. Giessen: Von Oben (mit einer Ballbrause damit die Erde nicht weggeschwemmt wird). Das wiederholt man so oft, bis aus den Abzugslöchern das Wasser unten abläuft und die Erde feucht ist. Grundsätzlich sollte im Untersetzer NIE Wasser stehen, sonst faulen die Wurzeln. Wenn meine Bäumchen mal sehr ausgetrocknet sind (nach heissen Tagen im Freien) stelle ich sie zum Giessen auf einen Teller (die trockene Erde braucht ne Weile bis sie das Wasser aufnehmen kann). Aber nicht allzu lange und ich kippe sie auch immer, damit überschüssiges Wasser unten rauslaufen kann.

2. Tauchen: Bonsai mit Schale so lange unter Wasser halten, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Das soll auch den Nebeneffekt haben, dass Salze ausgeschwemmt werden (ist einerseits gut, weil die Versalzungsgefahr gering ist, andererseits werden damit auch Nährstoffe ausgeschwemmt). Evtl. müsste man da etwas häufiger düngen.

Für welche Methode Du Dich entscheidest hängt wohl davon ab, was Dir "sympathischer" ist, bzw. womit Du (und Dein Baum) besser zurechtkommen.
Jeder Bonsaihalter schwört da auf seine Methode.

Ich giesse lieber, weil ich immer Angst habe, dass die Erde nach dem Tauchen zu lange braucht, um abzutrocknen (mir grausts vor Wurzelfäule).

Probier einfach mal beides.

Viele Grüsse,

Astrid
 Re: Giessen 25.02.2003 (20:15 Uhr) Uwe Harwardt
Hallo André,

da kann ich Allanos (wie so oft) nur beipflichten. Es gibt zudem natürlich noch die Möglichkeit, mit einer speziellen Gießkanne zu gießen. Das lohnt sich, wenn Du zahlreiche Bäume hast, welche im Garten oder auf einer Terasse stehen. Die Gießkanne macht nämlich einen schönen Regenschauer - im Zimmer also eine riesige Schweinerei!

Ich bevorzuge genau wie Allanos eine Ballbrause, das läßt sich prima dosieren und nahezu punktgenau einsetzen.

Und wenn die Bäume tatsächlich mal sehr trocken geworden sind oder ich für 2-3 Tage nicht zuhause bin, gibt es eben das besagte Fußbad.

Aber niemals darf in der Unterschale soviel Wasser stehen, daß es bis zu den Abflußlöchern der eigentlichen Schale reicht. Ständig nasse Füße bedeutet fast immer Wurzelfäule. Besonders schlimm ist es, daß die geschädigten Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen und der Baum dann vertrocknet. Viele Bäume gehen letztendlich zugrunde, weil aufgrund der Symptome noch mehr gegossen wird, was den Zustand dann nur verschlimmert.

Viele Grüße

Uwe
 Re: Giessen 26.02.2003 (10:09 Uhr) uli
Im Sommer (bei starker Sonneneinstrahlung) musst Du aufpassen wenn Du von oben giesst. Wassertropfen auf den Blättern können dann zu Verbrennungen der Pflanze führen (Effekt wie bei einer Lupe).
Am besten dann morgens oder abends giessen.

Grüsse,
Uli

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