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 Junischnee - Erde 08.01.2005 (23:21 Uhr) bluebadu
Wo ich grad dabei bin, meine nächste Frage:

Wie viele vom Thema faszinierte Anfänger bekam ich zu Weihnachten einen schönen Bux (janosch)geschenkt, aus einem richtigen Fachhandel, das sieht man dem Kerlchen auch an.
Steht bei uns auf dem Fensterbrett über der Heizung (ist aus) und treibt kräftig drauf los.
Daraufhin haben wir eine Gefährtin gekauft, einen Junischnee (juni), ca. acht Jahre, hübsch und zickig, wie wohl alle junischnee-bäume.
Bei diesem (billigen) Exemplar kommt mir die Erde so hart vor, am Schalenrand ist fast täglich ein Spalt (Erde-Schale) zu sehen, aber Moos ist drauf. Hab versucht, den Ballen aus der Schale zu bekommen, um zu sehen, ob ein Umpflanzen nötig ist, aber irgendwie hängt das doch fest in der Schale. Nun gieß ich halt täglich vorsichtig und langsam mittels Sprühflasche, bis das Wasser unten raustropft. Im Gegensatz zu unserem Qualitätsbonsai kommt mir die Erde aber spanisch vor. Oder wird ein Junischnee fachgerecht in Erde gepflanzt, die schnell hart wird?
Sorry für den Roman.
Danke,
Blue
 Re: Junischnee - Erde 09.01.2005 (15:51 Uhr) Hans Joachim Fix
Hi Blue

Wenn Dir die Erde spanisch vorkommt ist das schon mal gut,
sie kann Dir auch chinesisch vorkommen.
Warscheinlich ist Dein Baum ein Direktimport aus China  oder aus dieser Gegend.
Da meines Wissens keine Erde importiert werden darf und Lehm nicht als Erde zählt, werden diese Bäume in reinen Lehm gepflanzt.
Das ist zwar auch gut für den Transport, da Lehm sehr lange die Feuchtigkeit speichert.

Für die Pflanzen ist das aber auf die Dauer das Todesurteil.
Wie Du gemerkt hast, wird der Lehm steinhart und hat natürlich auch keine Luftdurchlässigkeit.

Ich würde also raten, den Baum so bald als möglich in Bonsaierde umzutopfen.

Wenn Du den Lehm gut durchwässerst, so daß er weich wird, kannst Du recht viel vom Lehm abbröseln und durch Bonsaierde ersetzen.
Ein Netz über dem Abzugsloch und eine Drainageschicht wäre angebracht, was bei diesen Importen auch nicht der Fall ist.


Gruß
Hajo.
 Re: Junischnee - Erde 09.01.2005 (16:11 Uhr) bluebadu
>
Hallo und danke,

nun bin ich zumindest darin bestärkt, dass die Erde so nicht ideal ist.
Der Baum ist von einem Internet-Bonsai-Händler, werde bei dem noch mal genau nachfragen.
Dachte immer, Lehm ist braun, die Erde von juni ist jedoch schwarz.
Sobald ich die "Zutaten" fürs Umtopfen habe, werd ich das an diesem Baum mal üben.
Danke nochmal.
 Re: Junischnee - Erde 09.01.2005 (16:31 Uhr) Hans Joachim Fix
> >
> Hallo und danke,
>
> nun bin ich zumindest darin bestärkt, dass die Erde so
> nicht ideal ist.
> Der Baum ist von einem Internet-Bonsai-Händler, werde bei
> dem noch mal genau nachfragen.
> Dachte immer, Lehm ist braun, die Erde von juni ist
> jedoch schwarz.
> Sobald ich die "Zutaten" fürs Umtopfen habe, werd ich das
> an diesem Baum mal üben.
> Danke nochmal.

Weiß der Geier, was das für ein Mix ist.
Auf jeden Fall soll Bonsaierde locker, luftdurchlässig sein,
soll gut Wasser aufnehmen und überschüssiges Wasser ablaufen lassen.


 Re: Junischnee - Erde 21.01.2005 (17:28 Uhr) bluebadu
>>So. Nun wirds ernst.
Meine Umtopf-Zutaten sind da.

Habe jetzt Lavagranulat (relativ kleine Körnung), Bonsaierde (auch recht schlank) und Akadama (mittlere Körnung). Außerdem hatte ich mir Aquarienkiesel gekauft.

Da hieß es irgendwo mal, so als unterste Schicht im Topf kommt das Aquarienkieselzeugs, damit das Wasser gut abläuft. Dann die Mischung aus den drei anderen Komonenten.

Jetzt wo ich das Akadama seh, das soll eine Körnung 5-10 mm sein, überwiegen doch die 10 mm-Stücke denke ich, in der Tüte.
Das ist schon ganz schön groß.
Damit müsste doch der Wasserablauf auch gesichert sein.?

Muss ich trotzdem noch eine Schicht Aquarienzeugs unten in die Schale machen?
> >>So. Nun wirds ernst.
> Meine Umtopf-Zutaten sind da.
>
> Habe jetzt Lavagranulat (relativ kleine Körnung),
> Bonsaierde (auch recht schlank) und Akadama (mittlere
> Körnung). Außerdem hatte ich mir Aquarienkiesel gekauft.
>
> Da hieß es irgendwo mal, so als unterste Schicht im Topf
> kommt das Aquarienkieselzeugs, damit das Wasser gut
> abläuft. Dann die Mischung aus den drei anderen
> Komonenten.
>
> Jetzt wo ich das Akadama seh, das soll eine Körnung 5-10
> mm sein, überwiegen doch die 10 mm-Stücke denke ich, in
> der Tüte.
> Das ist schon ganz schön groß.
> Damit müsste doch der Wasserablauf auch gesichert sein.?
>
> Muss ich trotzdem noch eine Schicht Aquarienzeugs unten
> in die Schale machen?

Hi Blue
Da Du ja mein "Patient" bist, werde ich mal antworten....

Aber leider müßte ich Jemand Anderen bitten, diese Frage zu beantworten, da ich mit Lavagranulat und Akadama keine Erfahrung habe ( und auch nicht möchte ).

Ich mische meine Bonsaierde auch selbst, aber aus heimischen
und vor allen Dingen billigeren Substanzen,
wie zB. Kies, Lehm und Kompost.
Als Drainage verwende ich "Seramis" -Tongranulat.

Ich denke, es wird Dir sicher ein netter Bonsai-Fan
hier im Forum helfen.

Hajo.
Zuletzt geändert von Hajofix am 22.01.2005 um 18:46 Uhr.
> Hallo Hajo,

da danke ich mal für dein Bemühen.
Nur, jetzt hab ich die Sachen schon gekauft.

Wart ich mal ab, ob sich noch jemand meldet.

Grüße von Blue
 Re: Junischnee - Erde 23.01.2005 (20:52 Uhr) Der Beppo
Dann will ich's mal versuchen:

In der Literatur wird geraten, das Substrat nicht zu feinkörnig zu wählen. Von daher wird es wohl hinkommen.

Die groben Lehmstücke haben durchaus ihre Vorteile: Sie speichern eine ganze Menge Wasser und können es bei Bedarf auch wieder schnell zur Verfügung stellen, halten aber das gesamte Substratgemisch recht locker und ermöglichen einen guten Luftaustausch. Zudem puffert Lehm die Ionen der anorganischen Dünger.

Eine Drainageschicht würde ich immer anlegen, die Dicke hängt von der Höhe der Schale ab. Du mußt bedenken, daß Akadama zwar sehr lange stabil bleibt, dennoch zerbröselt es mit der Zeit und verdichtet besonders gern in den unteren Schichten der Schale. Da ist eine dünne Schicht grober Kies eine gute Möglichkeit, eine Sumpfbildung zu verhindern.

Wenn Du die Bestandteile mischst, kannst Du vorher den feinen Staub heraussieben. Dafür eignet sich ein Haarsieb aus der Küche. Die gröberen Bestandteile, welche im Sieb zurückbleiben, kannst Du im Verhältnis 3 Teile Bonsaierde, 2 Teile Acadama und 1 Teil Lavagranulat mischen. Das sollte eigentlich passen. Wenn man keine Bonsaierde bekommt, mischt man für Serissa nämlich 2 Teile Akadama auf 1 Teil Lavagranulat oder feinen Kies und 1 Teil Pikiererde. So will es zumindest die Literatur.

Nach dem Umpflanzen solltest Du etwa sechs bis acht Wochen nicht düngen. Außerdem freut sich Serissa sehr über eine höhere Luftfeuchtigkeit, also stelle den Baum möglichst über eine wassergefüllte Schüssel. Das Gießwasser sollte zudem möglichst weich sein, in industriearmen Gegenden sollte man für seine Serissa Regenwasser sammeln. Wichtig ist zudem eine möglichst gleichbleibend feuchte Erde ohne Staunässe.

Wie gesagt, alles Literatur... ich konnte meine Serissa nicht am Leben erhalten.

Der Beppo
 Re: Junischnee - Erde 30.01.2005 (13:37 Uhr) blue
>Danke, Beppo.

Ich hab meinen Junischnee jetzt einfach mal umgepflanzt, alle Erde abgewaschen, die Erde war wirklich haarsträubend...

An deine Mischung hab ich mich gehalten.
Die Wurzeln sahen irgendwie gar nicht wie im Lehrbuch aus, von wegen, alles was nach dem Entwirren runter/raussteht, ca. 1 Drittel wegschneiden.
Das war ein einziges verfilztes Durcheinander. Hab da ca 1 Drittel weggeschnitten, irgendwie musste ich es ja tun.
Nun steht der Juni beleidigt in der neuen Erde und bekommt gelbe Blätter. Ich gieß nicht so viel wegen der gekappten Wurzeln, mal sehen, ob sie sich einbekommt.
Drückt die grünen Daumen...
Danke nochmal.
 Re: Junischnee - Erde 17.05.2006 (15:33 Uhr) christian
Hallo ich würde den Junischnee in 80%Akadama und 20% Lavakies setzen meinen Bonsais gefällt das sehr gut und auserdem ist eine überwässerung fast unmöglich.
Viel Glück

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