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 kleines Getier bei chinesischer Ulme 18.10.2005 (14:02 Uhr) schmelzman
Hallo zusammen,

ich wende mich nun an dieses Forum, da ich nicht mehr weiter weiß. Vor kurzem hatte ich bei meiner chinesischen Ulme viele ungebetene Besucher. Nachdem die Madenattacke dank intensiver Tauchbäder abgeklungen scheint habe ich nun neues Getier entdeckt. Es sieht aus wie eine winzige Spinne ca. 30% von einem Millimeter im Durchmesser und rennt zuhauf über und unter der Erde rum. Die Biester sind kaum zu erkennen, erst wenn man länger auf die Erde schaut, merkt man, das sich da was bewegt.
Diese Viecher sind dann wohl auch robuster als die Maden, denn die Tauchbäder haben nichts bewirkt...
Besorgniserregend ist auch, das der Baum nun kaum noch neuen Austrieb zeigt (trotz Düngung). Fast der gesamte Austrieb vertrocknete und fiel ab und darüber hinaus auch eine Vielzahl von Blättern (welche sich teilweise gelb verfärben und schwarze Flecken aufweisen). Sind diese Symptome evtl. eine Reaktion auf die langen Tauchbäder (ca. 45 min) in lauwarmen Wasser? Immerhin hat es 2-3 Tage gedauert bis die Erde wieder einigermaßen getrocknet war (trotz intensivem Abtropfens).
Ich habe mal etwas über Wurzelläuse gelesen, diese sollen aber weiß aussehen und sich nicht an der Oberfläche zeigen. Diese Viecher hier sind jedoch transparent bis rötlicher Farbe. Spinnmilben können es ja dann wohl auch nicht sein, da die Blätter keine für dieses Getier typischen Symptome aufweisen...
Wer kann mir hier einen Rat geben??

Vielen Dank
schmelzman
 Re: kleines Getier bei chinesischer Ulme 19.10.2005 (00:26 Uhr) Uwe Harwardt
Hallo Schmelzman,

eine Frage vorab: Kann man Dich bei Glatteis buchen?

Nun zu Deinen Untermietern: Aufgrund der Beschreibung der Tiere würde ich schon auf Spinnmilben ggf. Rote Spinnen tippen. Gerade die Größe von 0,3mm und die hohe Beweglichkeit sprechen dafür.

Zumindest mir fällt gerade kein anderes Tier ein, wo diese Beschreibung passen würde.

Du hast allerdings recht, wenn Du meinst, das Schadbild passe nun eigentlich weniger zur Spinnmilbe. Wie sehen die geschädigten Blätter denn im Gegenlicht aus? Spinnmilben erzeugen oftmals helle, fast transparent erscheinende Bereiche. Aber bei Ulmus parvifolia wohl nicht besonders gut zu erkennen, da diese Blätter ja doch eine recht derbe Erscheinung sind.

Ich muß gestehen, da bin ich absolut ratlos!

Ich persönlich würde mich möglicherweise auf den Weg in einen Fachhandel machen und nach einem chemischen Mittel gegen saugende Insekten suchen. Ich würde mal sehen, ob ich etwas bekommen könnte, was nicht bereits fertig in der Sprühdose ist, sondern was man selbst ansetzen und mit dem Drucksprüher aufbringen muß. Und dann würde ich darüber nachdenken, sowohl nach Vorschrift zu sprühen als auch den Baum mit der Lösung zu gießen. Und letztendlich würde ich wohl hoffen, mit dieser Methode die Population auszurotten zu können. Aber ich will Dich hier nicht auf die Idee bringen, ein Pflanzenschutzmittel abweichend der Zulassung zu verwenden, da es ja klar ist, daß diese abweichenden Methoden nicht gerade ungefährlich sind, besonders nicht für den Bonsaigärtner und seine zwei~ und vierbeinigen Lieblinge.

Auf einen Dauerschaden nach exzessivem Tauchen würde ich lediglich tippen, wenn das Substrat hoch verdichtet und nicht mehr durchlässig ist. Kommt durchaus mal vor, daß eine Schale erst nach drei Tagen wieder trocken ist. Oder hast Du gar den ganzen Baum getaucht?

Die erwähnten schwarzen Flecken, treten diese bei älteren oder jüngeren Blättern auf? Mehr am Rand und besonders den Blattspitzen? Dies könnte auf einen Wurzelschaden hindeuten, welcher dazu führt, daß die Pflanze zuwenig Wasser aufnehmen kann. Darfst Du dann keineswegs versuchen, durch stärkeres Gießen zu kompensieren.

Düngen solltest Du jetzt nicht mehr, das hilft dem Baum zumindest im Moment überhaupt nicht weiter. Halte ihn von Zugluft fern, ebenso von direkter Sonne. Er sollte aber trotzdem so hell wie möglich stehen, am besten bei Temperaturen zwischen 10°C und 15°C. Unter diesen Umständen ist in dieser Jahreszeit sowieso damit zu rechnen, daß der Baum sich von einem nicht unerheblichen Teil seiner Blätter trennt. Durch die reduzierte Grünmasse wird der Baum dann auch weniger Wasser benötigen, die Gefahr der Staunässe steigt also! Du solltest schon vermeiden, daß der Wurzelballen austrocknet, aber dabei bedenken, daß viele Bonsai zu Tode gegossen werden.

Ich wünsche Dir viel Erfolg - und zusätzlich eine fundiertere Antwort als die Obige

Uwe
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P.S.
Auch wenn es Dir nun überhaupt nicht weiterhilft: Ich begrüße Dich hier als vierhundertundsechzigsten User!
> Hallo zusammen,
i denke mal du hast den baum mal mit wasser übersprüht, um zu sehen, ob es kleine spinnfäden hat, was typisch für spinnmilben wäre..
andererseits, hast du auf der erde auch "grünzeug"? hab mal gelesen, dass jemand bei der bodenbepflanzung spinnmilben hatte, die aber nicht den baum befallen haben.
ich stimme uwe bei... düngen solltest du jetzt nicht mehr, da auch kein austrieb mehr da ist.
wenn du noch lebende blätter hast, beobachte diese, ob sich da etwas tut bzgl. insekten... eventuell kannst du auch mal die wurzeln betrachten, ob sich da etwas aufhält.. denn nicht alles was so rumkrabbelt ist ein schädling... ein topf ist halt auch ein kleines ökosystem, da kann es schon mal besucher geben.... ich hatte mal ne spinne, die mir den ganzen baum vernetzt hat :-))
 Re: kleines Getier bei chinesischer Ulme 24.10.2005 (00:36 Uhr) Loky
Mein Bonsai-Spezialist hat mir zur Vorsorge Combistäbchen empfohlen von Bayer. Bis jetzt bin ich damit ganz gut gefahren was Schädlinge betrifft. Vielleicht helfen die bei deinem Problem ?!

Loky
 Re: kleines Getier bei chinesischer Ulme 07.12.2005 (13:45 Uhr) schmelzman
Hallo,

vielen Dank für die Tipps und Anregungen. Leider ist es so, das alle Versuche die Tierchen loszuwerden fehlschlugen. Da habe ich zur drastischsten Methode gegriffen. Erst mal alle zusätzlichen Gewächse in der Schale entfernt, die Erde gründlich abgebürstet / geduscht und anschließend ein starkes Insektizid von Bayer (gg. alle saugenden Insekten) verwendet. Erst nach der 2. Behandlung war Ruhe. Aber auch alle Blätter haben sich vom Baum verabschiedet.
Ein paar Tage sah es nicht gut aus. Nun ist es aber so, das ich die frischen Knospen und Triebe nicht mehr zählen kann. Und das OHNE zu düngen...

Wann setze ich mit der Düngung des Baumes wieder ein?? Anfang März??

Also nochmals Danke und weiter so.
Viele Grüße
schmelzman
> Hallo,
eventuell kannst du jetzt, wenn du sie wachsen lässt... neu blätter brauchen auch nährstoffe... ich würde eventuell nur die halbe dosis geben. um die blätter klein zu halten... wichtig ist, dass sie möglichst hell hat.. sonst gibts lange internodien... eventuell richtiges kunstlicht einsetzen.

die beste variante wäre, wenn du die ulme bei 10° überwintern würdest, sie würde dann nicht mehr so stark oder überhaupt nicht austreiben; und wenn du  sie dann im frühling an die sonne stellst... dann wucherts noch mehr.

grüsse


christoph

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