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 Bonsai-Info-Archiv
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Guten Abend,

ich bin ein Bonsai Neuling und habe alle bisherigen Ratschläge etc., welche ich im Internet fand beherzigt, mich belesen und mir eine kostengünstige Pflanze geholt.

Zu dem Problem meiner Chinesichen Ulme habe ich zwar schon viele Tipps und Anregungen sowie Lösungsvorschläge gefunden, aber leider weiß ich immer noch nicht, was meine Pflanze bedrückt.

Über den ganzen Tag verteilt tauchen immer wieder neue absterbende bzw. abgestorbene Blätter auf, er treibt ausgelassen neu, aber ältere Zweige scheinen abzusterben.
Habe nun mit einer Lupe die Pflanze untersucht und konnte keinerlei Schädlinge finden.

Die Pflanze steht momentan an einem Ost-Fenster, würd frühmorgens gegossen (nicht besprüht) und ist erst 11 Tage in meinem Besitz.

Bitte um Hilfe, denn ich habe vor diese Pflanze sehr lange zu hegen und zu pflegen.

Mit freundlichen Grüßen

Andy B.
 Re: Blattverlust bei Chinesischer Ulme 27.05.2005 (10:12 Uhr) Andy-II
Hallo Andy

elf Tage sind nicht eine lange Zeit. Da ist es gut möglich, dass die Ulme noch unter der Umstellung leidet. Schädlinge hast du keine gesehen, spray trotzdem mal etwas Wasser über den Baum und schau nach, obs ganz feine, lose Spinnweben hat. Das wären dann Spinnmilben, um die du dich umgehend kümmern müsstest. Sie sind von Auge kaum sichtbar, richten aber schnell grossen Schaden an.

Vor dem Verkauf stehen solche Ulmen oft in Treib- und Gewächshäusern rum. Werden sie dann gekauft und zuhause aufgestellt, braucht es einen Moment, bis ich die Pflanze an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat.

Dazu wird oft bei der Erde gespart. Die Bäumchen werden zuwenig umgetopft und meist nicht in die beste Erde. Wenn sie etwas angetrocknet hat, nimm sie mal mitsamt Erde aus der Schale (geht ganz gut) und schau dir den Ballen an. Ist er völlig durchwurzelt, brauchst du eine grössere Schale und Erde. Dann stellst du das Ganze in die neue Schale und füllst den Zwischenraum mit neuer Erde.

Du kannst auch versuchen, sorgfältig zurückzuschneiden - die Wurzeln wenig kürzen (nicht so radikal wie sonst beim Umtopfen im Frühling) und obenrum die Frisur etwas kürzen. Danach darf der Baum aber nicht in die volle Sonne.

An einem Ostfenster sollte deine Ulme von Mittag bis Abend Sonne haben. Schau mal, ob das so ist. Ist es zu dunkel (durch Schatten von Nachbarhäusern etwa) können sich die Triebe auch nicht recht entwickeln.

Last but not least: Irgendwann braucht die Ulme wieder mal Dünger. Auch daran ist zu denken.

Gruss
Andy
Ersteinmal Danke für die Antwort.

Dünger habe ich vor einigen Tagen meinem Regenwasserbeigemengt, heute hat sie das erstemal in meinem Besitz jenes Wasser erhalten (sonst nur Regenwasser).

Zur Lage des Fensters muss ich leider sagen, dass dort nur von etwa 5 Uhr - 11 Uhr morgens Sonne scheint und im restlichen Tagesverlauf ist es gut durchleuchtet ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Ich verwende Gardol Bonsaidünger, vieleicht hat ja jemand einen besseren Vorschlag. Dachte mir das dieser alround Dünger für einen Anfänger wie mich ersteinmal die beste Lösung sei.

Gehe jetzt Brausen und prüfen.

Danke für alle weiteren Beitrage.

Mit freundlichen Grüßen

Andy B.

Edit:
- keine Spinnweben gefunden
- Rausnehmen ging leider nicht, die Schale ist oval und nach oben enger und mit einem Steinarrengement versehen...
- in ein paar stunden sind meine Eltern aus dem Urlaub zurück und ich erhalte die Digitalkammera wieder, dann lade ich einpaar Bilder hoch
Zuletzt geändert von Verfasser am 27.05.2005 um 11:00 Uhr.
es wäre sehr schön wenn mir noch mehr Leute Anregungen geben könnten um meinem Problem auf die schliche zu kommen.

Ich würde den bonsai ja gerne mit zu einen laden nehmen wo es welche zu kaufen gibt, habe aber leider noch keinen passenden Händler gefunden und im Baumarkt sind die Leute dafür meistens ja eh nicht geeignet.

Danke schonmal für eure Beteiligung

Mit freundlichen Grüßen

Andy B.
 Re: Blattverlust bei Chinesischer Ulme 30.05.2005 (01:14 Uhr) Uwe Harwardt
Hallo Andy,

> - Rausnehmen ging leider nicht, die Schale ist oval und
> nach oben enger und mit einem Steinarrengement
> versehen...

Das sollte aber kein Hindernis sein:

Die Steine kann man problemlos herunternehmen, auch wenn sie ein wenig in der Erde stecken. Die haben keinen besonderen Zweck und sollen einfach nur gut aussehen. Die bekommst Du problemlos auch wieder drauf.

Dann nimmst Du ein einfaches Messer, kann ruhig irgend ein altes aus Mutters Küchenschublade sein, muß noch nicht einmal sehr scharf sein. Bei recht trockenem Boden fährst Du mit der Klinge am Schalenrand entlang und lockerst den Erd- und Wurzelballen vorsichtig vom Rand. Ist der Boden trocken genug, sitzt er nicht so stramm in der Schale, feuchter Boden hingegen dehnt sich etwas aus. Du kannst die Messerklinge als Hebel benutzen und den gesamten Ballen vorsichtig aus der Schale heben. Na, und dann geht es so weiter, wie Dein Namensvetter bereits geschrieben hat. Und wenn Du die nächste Schale kaufst, weißt Du bereits, daß Du auf senkrechte oder nach unten enger werdende Schalen zu achten hast.

Aber eventuell solltest Du schon noch etwas warten. Nach elf Tagen hat ein kleiner Bonsai eben noch mit der Umstellung zu kämpfen. Die Luft ist wohl viel trockener als vorher und er vermißt seine Brüder und Freunde... Ruhig Blut und lieber einen Tee trinken als am Bonsai fummeln hat zwar schon manchen Baum eingehen lassen - aber noch viel mehr haben überlebt, weil auch sie dann weniger Streß haben.

Uwe
Dank dir Uwe für deinen Beitrag, leider ist, dass mit den Steinen, nicht so leicht.

Ein Stein sitzt durchs Wurzelwerk bis kurz vor eines der 2 Ablauflöcher. Daher wage ich mich dort jetzt lieber noch nicht herran.

Zu der Schale bleibt nur zu sagen das es bei jener Massenware leider durchweg nur eine Sorte gab und somit keinerlei auswahl bestand, aber für den Anfang war mir ein Baumarkt Baum halt lieber.

Bevor ich noch ein sehr sehr schönes Objekt für viel Geld durch unwissenheit eingehen lasse.

Mit freundlichen Grüßen

Andy B.
 Re: Blattverlust bei Chinesischer Ulme 30.05.2005 (15:06 Uhr) Uwe Harwardt
Hallo Andy,

> Ein Stein sitzt durchs Wurzelwerk bis kurz vor eines der
> 2 Ablauflöcher. Daher wage ich mich dort jetzt lieber
> noch nicht herran.

Sollte sich der Stein nicht problemlos aus der Schale herausnehmen lassen, weil er von den Wurzeln so stark umgeben ist, daß er wie eingewachsen festgehalten wird, muß er einfach mit umgepflanzt werden. Schließlich gibt es eine Gestaltung, bei der ein Bonsai fest mit einem Felsen verbunden ist: Die 'Form über den Stein'. Hier fördert man sogar, daß sich der Stein von den Wurzeln nicht lösen läßt und der Baum wird zeitlebens mit seinem Stein umgepflanzt.

> Zu der Schale bleibt nur zu sagen das es bei jener
> Massenware leider durchweg nur eine Sorte gab ...

Ich wollte Deinen Neuerwerb nicht kritisieren, sondern Dich auf ein Merkmal hinweisen, welches Deine neue Schale haben sollte. Für den Fall, daß Du doch umpflanzen möchtest.

Im übrigen wäre ein sehr stark von Wurzeln gehaltener Stein möglicherweise ein Indiz, daß Dein Bonsai schon recht lange in der Schale steht. Somit käme wieder die Überlegung von Andy II zum Zuge. Die einfache Baumarktware wird in der Regel 'auf die Schnelle' getopft. Steine kommen also erst ganz zum Schluß dazu, um dem Ganzen ein gefälliges Aussehen zu verleihen. Damit ein Stein aber ordentlich von Wurzeln festgehalten wird, dauert es eine ganze Zeit. Besonders, wenn eine 'Form über den Stein' garnicht angestrebt wurde.

Uwe
 Re: Blattverlust bei Chinesischer Ulme 31.05.2005 (16:05 Uhr) Sebi
Ich hatte das gleiche Problem,und mir wurde gesagt ,daa ich die Ulme rausstellen soll weil sie eigentlich ein outdoor ist.Das habe ich dann auch gemacht und seitdem geht es ihr wieder besser.

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