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 Bonsai-Info-Archiv
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 Wurzelläuse? 02.05.2005 (17:12 Uhr) Ramona
Hallo!

Ich hab vor mehreren Monaten an meiner Zimmerkastanie und leider auch einigen Liguster-Stecklingen, die für die Weitergestaltung gedacht waren, kleine weiße Insekten im Topf und in der Erde entdeckt (sie springen davon, wenn man sie anpustet).
Meine werte Frau Mutter war der Meinung, sie seien harmlos und würden von selbst wieder verschwinden, und nachdem ich die Sache über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet hatte, ohne dass sich die Pflanzen irgendwie negativ verändert hätten, habe ich mir weiter auch keine Sorgen gemacht - bis die netten Tierchen sich immer mehr vermehrt hatten und schließlich einer meiner Stecklinge innerhalb eines Monats so viel Saft verlor, dass ich ihn wegwerfen konnte...
An sich würde ich das verkraften, aber jetzt habe ich die ersten von den Biestern auch auf meinem Bonsai entdeckt, und bin prompt in das nächste Gartencenter gestiefelt, wo mir aber keiner weiterhelfen konnte.

Im Netz hab ich jetzt folgende Info gefunden, aber ich weiß nicht, ob es wirklich das ist, was ich suche, und würde dazu gern mal eure Meinung hören:
Wurzelläuse:

Kleine weiße Tiere im Wurzelbereich. Treten nicht häufig auf. Schaden oft nur bei starkem Befall (Depressives Wachstum). Serrisa foetida wird selten befallen.
Bekämpfung:
Einfach. Gießen mit Unden 0,15 % hilft immer.
 Re: Springschwänze! 02.05.2005 (21:39 Uhr) Uwe Harwardt
Hallo Ramona,

es handelt sich bei Deinen Haustieren wohl um Springschwänze (Collembola).

Mal einige Zitate aus unterschiedlichen Quellen:

Bei Collembolen handelt es sich um kleine Tiere (0.2-10 mm, meist 1-2 mm). Ihr Körper ist langgestreckt walzenförmig.

Sie ernähren sich vor allem von abgestorbenen Pflanzenteilen unterschiedlichen Rottegrades, aber auch von lebendem Pflanzengewebe, und spielen als Primärzersetzer eine wichtige Rolle bei der Zerkleinerung und Aufbereitung des Bestandsabfalles (Laub und andere Pflanzenreste).

...sind auch weiße fadendünnen Tiere, die besonders beim Gießen springend auf der Erdoberfläche sichtbar werden. Mitunter findet man sie auch im überschüssigen Gießwasser im Untersetzer. Hierbei handelt es sich um Springschwänze.

Trifft es bis hierhin zu?

Springschwänze mögen es gerne warm und feucht. Wenn Du die Erde zwischen den Wassergaben immer erst etwas antrocknen läßt, kannst Du den Tierchen bereits das Leben schwer machen.

Ist die Population allerdings zu groß geworden, hilft auch die chemische Keule: Einfach zu besorgen und einzusetzen ist Spruzit® ZimmerpflanzenSpray von Neudorff, nähere Informationen und einen Bezugsquellennachweis findest Du hier direkt bei Neudorff.

Uwe
 Re: Springschwänze! 03.05.2005 (19:38 Uhr) Ramona
Hallo Uwe!
Danke für die Infos! Ja, ich denke, das könnten solche Springschwänze sein.
Das mit dem Antrocknen funktioniert leider nicht, wie ich an meiner Zimmerkastanie beobachten konnte, also werde ich der Chemieindustrie wohl mal eine milde Gabe leisten müssen...
Und diese Tierchen können bis zu 10mm groß werden?*ekel* Da hab ich mir ja wieder was Schönes eingefangen... Meine Größten sind bis jetzt zum Glück noch nicht über 3mm hinausgekommen, das macht ihre Überzahl aber wieder gut wett.
Gibt es irgendwelche Vorbeugungs-Tips, damit die sich nächstes Jahr nicht gleich wieder bei mir einnisten? Noch einen Winter möchte ich die nicht durchfüttern müssen.*g*

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