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 Bonsai-Info-Archiv
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 Carmona macrophylla/allg. Fragen 18.05.2004 (07:58 Uhr) Nancy1981
Hallo!

Vor ca. einer Woche habe ich mir diesen o.g. Indoor gekauft und hätte da noch einige Fragen dazu:

1. Kann ich ihn jetzt noch umtopfen, er hatte schon seine Blütezeit? Da die Erde mehr Lehm enthält als alles andere und welche Erdmischung müsste ich da nehmen? Wie komme ich an so eine Erdmischung ran? Bei uns gibt es weit und breit keinen einzigen Bonsai-Laden. Alles nur Baumärkte und die sind ja nicht so gut, was Qualität eines Bonsais angeht bzw. Erde und so.
2. Welchen Platz bevorzugt er? Ich habe ihn im Moment auf der Fensterbank stehen und er bekommt (sofern die Sonne mal scheint) nur die Nachmittagssonne ab.

Dann hätte ich noch eine andere Frage.
Ich hatte mir schon vor längerer Zeit einen Bonsai gekauft, dort war aber ein Schild mit Namen Sageretie theezans dran. Jetzt habe ich mitbekommen, dass es nicht der angegebene Bonsai auf dem Schild ist. Die Blätter sehen aus wie eine Zelkove, sind aber nicht so lang gestreckt und mehr gezackt. Ich tippe auf eine Ulmenart...die Rinde ist glatt. Leider habe ich kein Foto...vielleicht geht es aber auch so.
Hoffe mir kann jemand weiterhelfen
Danke
Nancy
Zuletzt geändert von Nancy1981 am 18.05.2004 um 08:01 Uhr.
 weißes Insekt oder eine Art Käfer 25.05.2004 (08:08 Uhr) Nancy1981
Hallo!

Ich habe an meinem Ficus benjamin jetzt schon zum zweiten Mal ein weißes Insekt gefunden. Es ist ca. 2 mm groß, hat wie so kleine Haare, die aber nur an der Seite sind und ein längeres Haar, eine Art Schwanz. Ich weiß echt nicht, was das sein könnte. In meinem Bonsai-Buch wurde nichts dergleichen von so einem Insekt/Käfer erwähnt. Ich hoffe jemand kann mir sagen, was das ist.

Danke
Nancy
 Re: weißes Insekt oder eine Art Käfer 25.05.2004 (10:56 Uhr) Andy
Hi Nancy

erstmal zu deinem Indoor: Wenn er nicht kränkelt, kannst du ihn in der Erde lassen. Der hohe Lehmanteil ist an sich nichts Schlechtes - Lehm speichert Feuchtigkeit und wird darum der Bonsaierde beigemischt. Das ist ein ganz leicht gebranntes Lehmgranulat, das sich allerdings nach zwei bis drei Jahren auflöst und verpampt. Dann solltest du frische Erde besorgen. Die kriegst du als fertige Mischung in Bonsaigeschäften (auch im Internet) oder du kannst dir selber Erde mischen. Rezepte findest du in Bonsaibüchern und ebenfalls im Internet (gib einfach den Pflanzennamen und «Pflege» im Google ein...). Nicht vergessen - die meisten Bonsai sterben nicht an Krankheiten oder falscher Erde, sondern an Überbetreuung...

Zur «Ulme»: Es ist schwer, vom Schiff aus was zu sagen. Die chinesische Ulme hat eine glatte, hellgraue Rinde und oft viele knopfartige Narben von kleinen Trieben. Die Blätter sind ca. 5 bis 8 mm lang, nicht ganz symmetrisch, deutlich gerippt mit einem fein gezackten Rand und glänzen nicht. Sie wachsen wechselständig an rötlichbraunen, recht feinen Trieben.

Das Krabbeltierchen: Könntest du noch beschreiben, ob es Flügel hat oder eher aussieht wie ein langes Gürteltierchen, ob es fliegt oder rumläuft...? Weiter könntest du nachsehen, ob an den Blattstielen und längs der Blattnerven kleine (2 bis 3 mm), schneeweisse Wattebäuschchen kleben. Das wäre dann das «Haus» eines recht häufig auf Ficus anzutreffenden Schädlings.  
 Re: weißes Insekt oder eine Art Käfer 25.05.2004 (11:24 Uhr) Nancy1981
Hallo!

erstmal zu deinem Indoor: Wenn er nicht kränkelt, kannst

> du ihn in der Erde lassen. Der hohe Lehmanteil ist an
> sich nichts Schlechtes - Lehm speichert Feuchtigkeit und
> wird darum der Bonsaierde beigemischt. Das ist ein ganz
> leicht gebranntes Lehmgranulat, das sich allerdings nach
> zwei bis drei Jahren auflöst und verpampt. Dann solltest
> du frische Erde besorgen. Die kriegst du als fertige
> Mischung in Bonsaigeschäften (auch im Internet) oder du
> kannst dir selber Erde mischen. Rezepte findest du in
> Bonsaibüchern und ebenfalls im Internet (gib einfach den
> Pflanzennamen und «Pflege» im Google ein...). Nicht
> vergessen - die meisten Bonsai sterben nicht an
> Krankheiten oder falscher Erde, sondern an
> Überbetreuung...
>
> Zur «Ulme»: Es ist schwer, vom Schiff aus was zu sagen.
> Die chinesische Ulme hat eine glatte, hellgraue Rinde und
> oft viele knopfartige Narben von kleinen Trieben. Die
> Blätter sind ca. 5 bis 8 mm lang, nicht ganz symmetrisch,
> deutlich gerippt mit einem fein gezackten Rand und
> glänzen nicht. Sie wachsen wechselständig an
> rötlichbraunen, recht feinen Trieben.
>

Der Beschreibung nach könnte es eine Ulmenart sein, da sie rötlichbraune, recht feine Triebe hat. Und ich nehme an,dass Ulmen Outdoors sind? Weil ich ihn im Moment im Wohnzimmer stehen habe (da ich ja davon ausging, dass es eine Sagaretie ist).

> Das Krabbeltierchen: Könntest du noch beschreiben, ob es
> Flügel hat oder eher aussieht wie ein langes
> Gürteltierchen, ob es fliegt oder rumläuft...? Weiter
> könntest du nachsehen, ob an den Blattstielen und längs
> der Blattnerven kleine (2 bis 3 mm), schneeweisse
> Wattebäuschchen kleben. Das wäre dann das «Haus» eines
> recht häufig auf Ficus anzutreffenden Schädlings.
Also Flügel hat es schon mal nicht, weil es rumläuft, aber sehr langsam. Ich habe schon den ganzen Ficus begutachtet und nichts finden können, was darauf schließen könnte, wo es herkommt. Es ist auf jeden Fall oval und hat aber keine kugelform, sondern ist eher flach vom Körperbau. Ich erkundige mich mal im Internet ob ein Bild von dem "Haus" zu finden ist. Vielleicht ist es das ja. Nur wo kommen die her?
Danke für die Tipps
Nancy
 Wolllaus 25.05.2004 (13:00 Uhr) Nancy1981
Ich habe es gefunden, es ist eine Wolllaus gewesen. Jetzt muss ich nur noch wissen, wie man diese bekämpfen kann.

Nancy
 Re: Wolllaus 26.05.2004 (09:41 Uhr) Andy
Ui... die sind bös.

Soviel ich weiss, kann man sie fast nur chemisch wieder loswerden. Ich würde in einem guten Pflanzenfachgeschäft mit Spezialisten fragen.

Mach dir nicht zuviele Gedanken über das «woher». Keinesfalls bedeutet es, dass du schlampig warst. Solche Käferchen haben ja mehrere Entwicklungsstadien und werden oft als Eier oder Larven im Boden verschleppt. Sie können auch als Winzlinge irgendwo in einer Blattaschel stecken. Jedenfalls musst man bei den heutigen Gegebenheiten im Pflanzenhandel davon ausgehen, dass sie fast überall zu finden sind.

Die Ulme kann als Indoor gehalten werden. Lieber hat sie aber einen Platz draussen mit mässiger Sonne (das heisst Vormittag und Nachmittag, über Mittag besser im Schatten. Das kannst du auch mit einem künstlichen«Schattenspender» erreichen.)

Im Winter solte sie kühl, aber hell stehen, das nennt man dann «Kalthauspflanze». Ideal sind 5 bis 8 Grad, also zum Beispiel im Keller am fenster. Dann verliert sie die Blätter wie ein europäischer Laubbaum und treibt im Frühjahr wieder frisch aus.

Da es wohl eine Ulme ist, warne ich schon mal vor der Spinnmilbe. Die siehst du als Tierchen kaum, sie sind winzig. Man erkennt sie als kleinne helle Punkte an den Blattstielen und auf den Blättern sowie an hauchfeinen Spinnfäden, die im Blattwerk hängen. Diese Viecher können deine Ulme innerhalb von einigen Tagen «entlauben». Am besten werden sie ebenfalls chemisch bekämpft, es gibt (Internet) Anbieter von Marienkäferlarven, die auch helfen sollen.
Zuletzt geändert von Verfasser am 26.05.2004 um 09:47 Uhr.
 Re: Wolllaus 26.05.2004 (12:40 Uhr) Nancy1981
Hallo Andy!

> Ui... die sind bös.
>
das baut auf!!!! *g*

> Soviel ich weiss, kann man sie fast nur chemisch wieder
> loswerden. Ich würde in einem guten Pflanzenfachgeschäft
> mit Spezialisten fragen.
>
> Mach dir nicht zuviele Gedanken über das «woher».
> Keinesfalls bedeutet es, dass du schlampig warst. Solche
> Käferchen haben ja mehrere Entwicklungsstadien und werden
> oft als Eier oder Larven im Boden verschleppt. Sie können
> auch als Winzlinge irgendwo in einer Blattaschel stecken.
> Jedenfalls musst man bei den heutigen Gegebenheiten im
> Pflanzenhandel davon ausgehen, dass sie fast überall zu
> finden sind.
>
also ich habe ein spray benutzt, was unter anderem auch die wolläuse beseitigen soll (steht jedenfalls drauf), celaflor heißt es. Aber bevor ich dieses angewendet habe, habe ich sicherheitshalber die betroffenen blätter entfernt, falls es doch nicht wirken sollte (jedenfalls da wo ich wolläuse finden konnte). waren schon einige. da ich gestern mit entsetzen festgestellt habe, dass meine serissa und carmona blattläuse haben (die nur von der carmona kommen können, da diese neu ist), habe ich gestern mal einen sprühtag eingelegt. hoffentlich klappt es und die serissa übersteht die prozedur, da sie doch so anfällig ist (jetzt wo sie so schön gewachsen ist). kann ich die anderen vorsichtshalber auch damit besprühen? ich habe zwar keine blattläuse an meiner olive und neu herausgefundenen ulme entdeckt, aber man weiß halt nie. oder schadet das eher? interessiert mich mal, da ich gestern echt am überlegen war.

> Die Ulme kann als Indoor gehalten werden. Lieber hat sie
> aber einen Platz draussen mit mässiger Sonne (das heisst
> Vormittag und Nachmittag, über Mittag besser im Schatten.
> Das kannst du auch mit einem künstlichen«Schattenspender»
> erreichen.)
>
das kann ich gut realisieren, da ich nur nachmittags sonne habe. zum glück kann ich sie drinnen halten, weil mein balkon für einen weiteren bonsai einfach keinen platz mehr bietet. ;)

> Im Winter solte sie kühl, aber hell stehen, das nennt man
> dann «Kalthauspflanze». Ideal sind 5 bis 8 Grad, also zum
> Beispiel im Keller am fenster. Dann verliert sie die
> Blätter wie ein europäischer Laubbaum und treibt im
> Frühjahr wieder frisch aus.
>
> Da es wohl eine Ulme ist, warne ich schon mal vor der
> Spinnmilbe. Die siehst du als Tierchen kaum, sie sind
> winzig. Man erkennt sie als kleinne helle Punkte an den
> Blattstielen und auf den Blättern sowie an hauchfeinen
> Spinnfäden, die im Blattwerk hängen. Diese Viecher können
> deine Ulme innerhalb von einigen Tagen «entlauben». Am
> besten werden sie ebenfalls chemisch bekämpft, es gibt
> (Internet) Anbieter von Marienkäferlarven, die auch
> helfen sollen.

ja das habe ich in einem beitrag im internet auch gelesen, dass marienkäfer sehr nützlich sein sollen. hoffentlich lassen die spinnmilben noch ein wenig auf sich warten bzw. bleiben ganz weg.

danke für die tipps und infos
nancy
 Re: Wolllaus 26.05.2004 (14:22 Uhr) Andy
Hi nancy

die Blattläuse müssen nicht von der Carmona kommen, die können sogar von draussen zugewandert sein. Celaflor sagt mir nichts. Schau dir auf jeden Fall die Packunsgbeilage an oder schau, ob der hersteller Infos im Internet preisgibt. Bei Insektiziden gibt es allerhand individuelle Reaktionen - manche Pflanzen reagieren schockartig auf bestimmte Mittel, andere gar nicht (Gesal Rosenspritzmittel bringt beispielsweise die Blätter von Holundersträuchern zum Vertrocknen).

Ein allgemein gut verträgliches und sehr effektives Insektizid ist Miral, ein altmodischer Phosphorsäure-Ester. Die betroffenen Blätter musst du nicht entfernen, ausser sie sind völlig vertrocknet. Es ist  ja kein Pilzbefall, sondern einfach ein Insekt, da bleibt nichts übrig auf oder im Blatt. Ebenso nützt vorsichtshalber Besprühen nichts - die üblichen, aufgesprühten Insektizide bilden keine Wirkstoffdepots in Pflanzen. Eventuell belastest du die Pflanze sogar, weil es meist irgendwelche Lösungsmittel und Zusatzstoffe in den Mitteln hat, die nicht gerade Dünger sind. Wahrscheinlich besteht für die Olive ohnehin kaum gefahr - Blattläuse stechen am liebsten saftiges, dünnwandiges Pflanzengrün an.
 Re: Wolllaus 26.05.2004 (15:14 Uhr) Nancy1981
Hallo Andy!

Also auf der Verpackung steht direkt, dass dieses Mittel auch für Bonsai geeignet ist und das dieses ungefährlich sei. Auch habe ich mich im Baumarkt direkt nach Bekämpfungsmitteln für Bonsais erkundigt.
Ich habe sogar mal gelesen, dass bei Blattlausbefall Streichhölzer in der Erde helfen sollen, durch den Schwefel. Dadurch gehen wohl die Blattläuse weg. Altes Hausmittel sagt man, ob es stimmt weiß ich nicht. Ich wäre ja eher für ein chemiefreies Bekämpfungsmittel, damit schadet man der Pflanze wohl am wenigsten, solange man es richtig einsetzt.

Danke für die Tipps und Infos
Nancy
 Re: Wolllaus 01.06.2004 (11:26 Uhr) Andy
Hi Nancy

ich will keinen Glaubenskrieg anzetteln, aber für mich ist kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen «chemisch/natürlich» und «Schädigung der Pflanze» gegeben. (Die allerschlimmsten (Menschen-)Gifte sind nach wie vor natürliche und werden durch kein synthetisches Produkt übertroffen...) Ich mag Chemie auch nicht, «rufe aber manchmal den Besen», in der Hoffnung, mit ihm die Läuse loszuwerden - Bonsiatöpfe sind ja (abgesehen vom Baum) nicht gerade das, was ein Ökologe als wertvolles Biotop anschauen würde...

Ob Zündhölzer heute noch Schwefelköpfe haben - ich weiss es nicht. Aber ich weiss, dass die Phyto-Toxizität eines Spritzmittels, also die Giftigkeit für Pflanzen, oft nicht angegeben werden muss und auch selten in Bezug auf alle denkbaren Arten untersucht wird. Die Gefährlichkeitsangaben beziehen sich auf den Menschen. Also Vorsicht und nicht zuviel Vertrauen auf die Kenntnis des Verkäufers im Baumarkt. Der versteht oft von Bonsai gleichviel wie von Mörtelsackware und beleuchteten Zimmerbrunnen...

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